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Götter des Olymp beehren die Narren Hohenfichtes

Die Karnevalisten des HCC feiern 2026 mit ihrer Fangemeinde das 40-jährige Bestehen ihrer Spaßgesellschaft mit einem begeisternden Best-of-Programm der Jahrzehnte.

Hohenfichte. Stimmungsfördernde Kost im Häppchenformat servieren die Karnevalisten des HCC in ihrer Jubiläumssaison 2026. In der zur Residenz ausgestalteten Mehrzweckhalle zünden die 18 Akteure des Elferrates ein thematisches Feuerwerk der Gags. Dabei bedarf es keines Büttenredners, einer Funkengarde oder gar Prinzenpaares, für ein derart abwechslungsreiches, lachmuskelförderndes Geschehen zu sorgen. Ganz im Sinne bekannter Comedy-Formate des Fernsehens setzen die Gastgeber um Präsident Carlo Zenker und Vereinschef Kai Sackwitz erneut auf den gespielten und bis ins letzte Detail stilsicher ausgestalteten (Mutter)-Witz.

Vereinschef Kai sackwitz begrüßt die Narrenschar. Foto: Christof Heyden

Mit tempogeladenen Sketchen und stilsicher erarbeiteten Pointen glänzen die Flöhataler, wobei deren raffinerte szenische Umsetzung geleichermaßen begeistert und verblüfft. So verfolgt die Runde im rappelvoll besetzen Festhaus etwa die Flugleinlage des Hollywood-Stars Supermans (alias Jens Kluge), der mittels Seilkonstruktion über die Köpfe des Publikums hinweg, von einer Turnhallenwand zur anderen braust.

Superman, alais Jens Kluge, kommt geflogen. Foto: Christof Heyden

Ja, sogar die Götter des Olymps schweben aus ihren Himmelswolken herunter in die Flöhaaue und selbst ein kleiner Regenguss rieselt auf die Zuschauer zur Illustration eines Kur-Parkspaziergangs hernieder.
„Wir laden zu einer Zeitreise in die Geschichte unserer Vereinigung ein, nicht jedes Themenjahr konnte dabei Berücksichtigung finden. Die Wahl fiel auf jene Spiel-Szenen, die wir als die nachhaltigsten Reaktionen des Publikums kennengelernt haben“, informiert André Zenker, der begnadete Technikus der Truppe zur Auswahl.

André Zenker als Freiheitsstatue und Jens Kluge als Badman. Foto: Christof Heyden

So war die weit über zweistündige Handlung gespickt mit Höhepunkten der bis 1999 zurückreichenden Saisons, die zugleich ein Abbild des gesellschaftlichen Geschehens boten. Klar, dass der Einstieg heuer Donald Trump gehörte. Die Saalordnung verlesend, belegte der jeden Paragrafen mit einem Strafgeld. Wehe, man und frau handelten zu wider: es drohte die Ausweisung vom Spektakel. Begeisternd erneut das schauspielerische Talent der Akteure, allen voran Hardy Mischau, das Urgestein der ersten Stunde. Ob als Baron Ackermann oder 90jährige Jungfrau, er führt die Gilde der leidenschaftlichen Karnevalisten an. (hy)

Gastspiel von Milva, begleitet von den Mundlippen anschlagenden Mandolinos. Foto: Christof Heyden
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Autor

Christof Heyden
Christof Heydenhttps://www.erzgebirge.tv
in Chemnitz lebend, geb. 1961 in Pirna, Diplom-Kulturwissenschaftler Humboldt-Uni Berlin, seit 1993 Freier Journalist und Pressefotograf. Mailadresse: christof.heyden(at)erzgebirge.tv

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