Mit einem stimmungsvoll emotionsgetragenen Festabend vollzogen die Einheimischen den herbeigesehnten Auftakt des seit 2018 geplanten Burg- und Heimatfestes.
Rechenberg-Bienenmühle. Nach einem symbolischen die Ortsteile Rechenberg und Bienenmühle verbindenden Fußmarsch zogen über 600 Teilnehmer angeführt vom Schalmeienzug aus Rehefeld in das Festzelt ein. Mit einem Plädoyer für das gemeinschaftliche Miteinander und der respektvollen Würdigung der Leistung der Vorfahren skizzierte Bürgermeister Michael Funke den Werdegang der Kommune.
„Der Aufbau der ortsprägenden Wehranlage aus Holz von 1200 war das erste Gemeinschaftswerk. Worauf wir heute unser Dasein begründen, hat seinen Ursprung in den Leistungen der Vorfahren. Dessen gilt es sich mit einem solche Heimatfest zu erinnern. Wir bauen auf diesen auf und sollten so handeln, das kommende Generationen ebenso stolz darauf sein können“, ermutigte das Gemeindeoberhaupt die Einheimischen. „Unsere Heimat bietet Halt. Das Fest strahlt in die Gemeinschaft aus und soll alle dafür einen Impuls geben, einen Beitrag zu leisten.“

41 Festsitzungen in sieben Jahren gingen dem jetzt vollzogen Start voraus und hatten eine Wirkung. „Die Rechenberg-Bienenmühler wurden zunehmend aus einem Dornröschenschlaf erweckt“, stellte ein begeisterter Michael Blaas als Chef des Festkomitees fest. „Das Potential für ein derart Ereignis schlummerte im Ort, je näher wir dem kamen, umso mehr wurde jetzt ein Hype ausgelöst. Die geschmückte Gemeinde, der Ideenreichtum der Organisatoren, das Engagement der ehrenamtlichen Kräfte, der Geberwille der Sponsoren und die Teilnahme aller am Festakt beweisen dies eindrucksvoll.“

Mit einer Gratulationskur durch Landrat und Bürgermeister der Region nahm der Festakt seinen Lauf. Für den Ortschef Michael Funke wartete eine Premiere: „Erstmals muss ich ein Bierfass anschlagen“, gab er unumwunden zu.
Doch bevor er dieses Gesellenstück erfolgreich mit drei Schlägen ablieferte, eroberte ein spezieller Zeitreisender das Festzelt und sorgte für den stimmungstreibenden Aha-Effekt des Abends: Der Urahn des böhmischen Adelsgeschlechts derer von Ossegg und Riesenburg aus der Lehnsfamilie Hrabischitz enterte den Festakt. Einen edlen Trunk servierend verwies er (alias Petr Stola, Schauspieler) auf die Namensbedeutung des Ortes: „Der Name Rechenberg verweist auf den Heurechen aus dem Wappen der Familie Hrabischitz, alttschechisch hrabie, der Rechen.“ (hy)





