Manche bekannt, andere eher versteckt, manche zugänglich, andere meist verschlossen: neun Innenhöfe in Zwickau verwandeln sich am Samstag, dem 13. September ab 14 Uhr in Orte von Kunst und Kultur, von Kreativität und Begegnung.
Zwickau. „Ungeahnt sehenswert“ – Zwickaus Motto zum Kulturhauptstadtjahr 2025 – steht wie kaum etwas anderes für das Anliegen dieser Veranstaltung, die für dieses besondere Jahr entworfen wurde. Das sonst Versteckte sichtbar machen, die unscheinbaren Dinge in den Fokus rücken und die Stadt von einer ganz ungeahnten Seite zeigen. Jeder Hof ist anders, jeder Hof lädt mit einem anderen Programm oder Schwerpunkt zum Verweilen ein.
Alle werden jedoch zu Orten von Gemeinschaft und Gemütlichkeit. Teilweise bis 22 Uhr kann jeder nach Herzenslust bummeln, Freunde treffen, neue Bekanntschaften schließen, Musik hören, kulinarische Angebote genießen oder sich einfach nur treiben lassen – ob nun von einem Ort zum anderen oder aber dauerhaft im Lieblingshof – das entscheiden die Besucher selbst. Gewiss ist aber: Gemütlich wird es überall. Das kleine Tüpfelchen auf dem i der Innenhof-Momente: Die drei innerstädtischen Museen laden ebenfalls zu einem Besuch ein, und das bei freiem Eintritt!
Kunst, Musik und Kunsthandwerk
Die Ausgestaltung mit kleinen musikalischen Überraschungen in jedem Hof bieten an diesem Samstag die Musiker des Theaters Plauen-Zwickau und Schüler des Robert Schumann Konservatoriums. Darüber hinaus sind die Jazzer von Yellowtune aus Chemnitz, die sächsische Cover-Rock-Band Borderlight, die Schülerband des Clara-Wieck-Gymnasiums Rocking Souls, der Singer-Songwriter Malte Zeder sowie der Glauchauer Gospelchor Sisters in Action zu erleben.

Der Kunstverein Zwickau e. V. stellt im Hof des FIRSTinn Grafiken und Skulpturen aus. Die Geschichtswerkstatt des Alten Gasometer e. V. ist im Hof des Schüler-Labs am Dr.-Friedrichs-Ring mit ihrer Ausstellung über Die tapferen Frauen in ihren knatternden Kisten vertreten und beleuchtet ein bisher wenig beachtetes Kapitel der Industriegeschichte. Der Geigenbaumeisterin Romy Rode und der Drechslerei Baumann mit dem originalen Zwickauer Spaßvogel kann man im Hof der Stadtkirchgemeinde über die Schulter schauen und so viel über traditionelle Handwerkskunst erfahren.
Es gibt aber auch Programmpunkte, die dazu einladen, selbst kreativ zu werden: So darf man bei Modedesignerin Sara Linke selbst batiken oder aber eine Liebeskachel für die Wand in der Peter-Breuer-Straße gestalten. Im Hof der Priesterhäuser kann man Kräutersträuße und -kränze binden und nebenan im Hof der Stadtkirchgemeinde sich im Nudelmachen versuchen, tolle Bilder mit Legosteinen drucken oder am Kneipenquiz des Alter Gasometer e.V. teil.
Angebote gibt es auch für die Jüngeren und Jüngsten. (PM)




