Corona hat ein Drittel weniger Übernachtungsgäste zur Folge

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Im Oktober 2020 zählte Ines Hanisch-Lupaschko als Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Erzgebirge, rechts zusammen mit Projektkoordinatorin Cheyenne Worotnik zu den Anradlern der neuen Bikerstrecke Blockline. Auf dieses Angebot setzen die Touristiker ab 2021. Foto: Christof Heyden

Annaberg-Buchholz. Die Corona-Pandemie erweist sich auch für den Tourismus als bedeutendem Wirtschaftsfaktor im Erzgebirge als ein schwerer Einschnitt. Laut jetzt vorgelegter Ganzjahreszahlen für das Beherbergungsgewerbe des Statistischen Landesamtes des Freistaates Sachsen verzeichnete die Reiseregion Erzgebirge für das Jahr 2020 insgesamt 645.976 Gästeankünfte, die 41,4 % weniger als 2019 verkörpern. Es wurden dabei 2.170.989 Übernachtungen generiert, die einen Verlust von 32,1 % im Vergleich zum Vorjahr bedeuten.

Nach einem Rekord-Reisejahr 2019 beklagen die Betriebe den erheblichen Einbruch. Indes verweisen die Fachleute mit Blick auf die einzelnen Monate auch Positives. So konnte im August und September mit+ 4,7 % im Übernachtungsbereich jeweils ein Plus verbucht werden.
Dies erkläre sich durch den Trend, Urlaub im eigenen Land zu verbringen und die Freiheit der Natur zu genießen. Hier konnte das Erzgebirge mit vielen ausgezeichneten Aktivangeboten punkten.

Vor allem die Wanderangebote des Qualitätswanderweges Kammweg Erzgebirge-Vogtland sowie die C-Edition des Stoneman Miriquidi waren sowohl im Bereich Mountainbike (MTB) als auch als Rennradvariante (ROAD) sehr stark nachgefragt. Hier konnten beachtliche Steigerungen der Buchungszahlen verzeichnet werden, ein Plus von 32 % bei der MTB-Variante und sogar 56 % Steigerung bei ROAD gegenüber dem Vorjahr.