Tschechien öffnet Grenze jetzt früher

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Noch herrscht eher beschauliches Leben am Grenzübergang Neues Haus in Oberwiesenthal, doch die Trasse nach Böhmen wird schon bald wieder frequentiert sein. Foto: Christof Heyden

UPDATE: Tschechien öffnet seine Grenze bereits ab kommenden Samstag, 6. Juni. Damit kehrt auch entlang der Erzgebirgskamms ein Stück Normalität unter bestimmten Auflagen zurück.

Oberwiesenthal/Prag. Tschechiens Premierminister Andrej Babis hat die Öffnung der Grenze zu Deutschland für Samstag angekündigt. Auf einer Kabinettsitzung am Freitag solle darüber formal abgestimmt werden, sagte Babis am Donnerstag während eines Besuchs in Marienbad (Marianske Lazne).
Zunächst war der 15. Juni avisiert worden. So ein entsprechender Beschluss des Prager Kabinetts nach Angaben von Gesundheitsminister Adam Vojtech am Montag.
Die Länder sind im sogenannten Ampel-System in drei Gruppen je nach der Risiko-Stufe einer Ansteckung durch das Coronavirus eingeteilt.
Grünes Licht bekommen neben Deutschland und allen anderen Nachbarstaaten Tschechiens unter anderem auch die Schweiz und Kroatien. Damit entfallen auch die bisherigen Einschränkungen für grenzüberschreitende Berufspendler.
Ausländer aus rot und orange gekennzeichneten Ländern müssen bei der Einreise nach Tschechien einen negativen Labortest auf das Coronavirus vorlegen. Dazu zählen unter anderem Großbritannien, Frankreich, Italien, Spanien und Schweden.

Geöffnete Grenzen werden auch den Besucherverkehr in St. Joachimstahl wieder anschwellen lassen. Einkaufen und Welterbe-Stätten anschauen dürfte dann wieder die Devise für deutsche Ausflügler sein. Foto: Christof Heyden

Tschechien hatte Mitte März wegen der Coronavirus-Pandemie einen weitgehenden Einreisestopp verhängt und mit strengen Regeln die Ausbreitung im Land eingeschränkt.
Deutsche stellen traditionell die größte Gruppe unter den ausländischen Besuchern Tschechiens. Im vorigen Jahr wurden mehr als zwei Millionen Übernachtungsgäste aus der Bundesrepublik gezählt.

Während internationale Streckenverbindungen beispielsweise nach Prag wieder bedient werden, sind die Nahverkehrsverbindungen zwischen Sachsen und Böhmen, etwa die Saisonbahn zwischen Cranzahl , Weipert und Chomutov noch unterbrochen.