Wo rumfriemeln und in de Schwamme gieh ein Begriff sind

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Von wegen wählerisch in Essensdingen: Kabsch, so hieß das Mundartwort des Jahres 2018. Den Mädchen schmecken jedenfalls diese Kekse. Foto: Christof Heyden

Auch in seiner Freizeit ist der Erzgebirger nicht maulfaul. Mundartliches klingt überall – ob beim Schnitzen oder Schrauben, Schwitzen oder Schunkeln. Diese Worte sind zum 4. Wettbewerb für das Wort des Jahres im Erzgebirge gesucht.

Annaberg-Buchholz. Es geht wieder los: Die Erzgebirger suchen das Mundartwort des Jahres 2020. Der Startschuss für die vierte Auflage der von Erzgebirgsverein und Tageszeitung Freie Presse getragenen Aktion ist gefallen. „Die Erzgebirger sind, jedenfalls in normalen Zeiten, nicht nur tagein, tagaus fleißig bei der Arbeit, sondern nutzen auch vergnüglich ihre freie Zeit. Dabei haben sie immer das eine oder andere erzgebirgische Wort auf den Lippen, die sind diesmal gesucht“, so Andreas Luksch, Regionalleiter der Freien Presse Annaberg und Mitglied der Jury.
„Ob beim Fußball oder Angeln, ob beim Klöppeln oder Reiten, ob beim Chorsingen oder Jagen,  überall gibt es spezielle Mundartwörter, die man gut und gerne in die Neuauflage um das schönste Mundartwort 2020 schicken kann.“

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Gerade in Corona-Stillstandszeiten sind die Erzgebirger aufgerufen, in den nächsten Tagen ein bisschen genauer hinzuhören und in sich hineinzuhören, wenn sie ihrem Hobby nachgehen oder an ihr Hobby denken, dann kommt sicher so manches interessante Wort ans Tageslicht.

Matthias Fritzsch aus Zwickau macht sich als Leiter der Arbeitsgruppe Mundart-Musikstammtische im Erzgebirge für den heimischen Zungenschlag stark. Foto: Christof Heyden

Erzgebirger aber auch Freunde des hiesigen Zungenschlags sind aufgerufen, bis zum 1. September der Lokalredaktion der Freien Presse oder dem Erzgebirgsverein ihre Vorschläge zu unterbreiten. Nach Einsendeschluss am 1. September tagt die Jury. Diese wird bis Oktober aus den Zusendungen zunächst die Top-Zehn ermitteln. Unter diesen küren dann die Erzgebirger das Mundart-Siegerwort 2020. Die große Abschlussveranstaltung mit Preisverleihung im Volkshaus Thum ist für den 25. Oktober gebucht.

Erzgebirgische Klassiker a la Anton Günther wissen die Musikanten der Band Erzgebilly im Rock´n Roll-Sound zu bieten. Foto: Christof Heyden

Zudem sind die Einheimischen aufgefordert, eine musikalische Liebeserklärung an ihren Heimatort zu richten. Erstmals sind talentierte Texter und Musikanten aufgerufen, einen Achtzeiler zu fertigen und ihren Heimat- oder Lieblingsort zu besingen. Musiker Hendrik Seibt hat dafür bereits die Melodie geschrieben. Ziel ist es, zum Finale ein neues Erzgebirgslied aufzuführen, welches die Erzgebirger gemeinsam geschrieben haben.