Siegertexte vor dem Bildschirm statt von der Bühne erleben

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Auch wenn durch die Corona-Pandemie vielerorts die Lichter in Kultureinrichtungen verlöschen, lässt dennoch das Team der Baldauf-Villa Marienberg immer wieder pfiffige Ideen aufleuchten. Foto: Christof Heyden Marienberg

Corona stoppt das Kulturleben. Auch das Finale des Literatur-Nachwuchswettbewerbs „Trau Dich“ des Erzgebirges musste abgesagt werden. Doch die Siegertexte werden nun per Internet dem Publikum bekannt gemacht.

Marienberg. Zum 11. Mal hat unter dem Motto „Trau Dich“ der Nachwuchswettbewerb Literatur im Erzgebirge stattgefunden. Mit Freude sehnten die Autoren von 28 eingereichten Arbeiten und Jury die vom Kulturraum Erzgebirge-Mittelsachsen getragene Preisveranstaltung am 22. März in der Baldauf-Villa Marienberg herbei.
Spannung verbreitete sich unter jungen Leuten aus dem gesamten Erzgebirge und Chemnitz, wer einen der in vier Kategorien ausgelobten Preise erringen möge. „Alles war vorbereitet und die Einladungen verschickt, doch die Corona-Pandemie stoppte auch dieses am zurückliegenden Sonntag geplante Finale“, stellt Constanze Ulbricht vom Gastgeberteam traurig fest und musste das Treffen absagen.

Doch die blies mit dem Organisatorenteam nicht lange Trübsal. „Wir haben jetzt gemeinsam mit unseren Partnern dem Kulturraum Erzgebirge-Mittelsachsen, der Erzgebirgssparkasse, der Freien Presse und dem Mittel-Erzgebirgs-Fernsehen ein anderes Format gefunden, wie wir unsere jungen Talente öffentlich ehren können. Die lokalen Fernsehsender der Region stellen die Preisträgerarbeiten vor. Schauspieler Gerd Schlott liest diese Beiträge vor. Dazu wird das Ensemble Fei-ERZmundART für den musikalischen Part sorgen“, so Constanze Ulbricht.

Das Ensemble Fei-ERZmundART sorgt für die musikalische Unterhaltung der Lesung. Foto: Mittelerzgebirgsfernsehen

Im Teilnahmezeitraum hatten Autoren zwischen zehn und 18 Jahren ihre kleinen Kunstwerke eingereicht. „Die sind sowohl in hochdeutsch und Mundart, in Lyrik und Epik gefertigt worden“, so Constanze Ulbricht. „Dabei sind alle Regionen des Erzgebirges vertreten, von Markersbach bis Venusberg, von Chemnitz bis Marienberg wurden die Beiträge eingereicht.“ Unter dem Thema „Nature writing“ waren Mädchen und Jungen aufgerufen, sich Gedanken zu machen und auf eine literarische Reise zu gehen, die sie hinein in die Natur und Umwelt führen sollte.

Die fünfköpfige Jury, mit Anita Nöbel, Silke Lötzsch, Gerd Schlott, Danny Siegel und Thomas Häntsch aus fünf Kennern der Szene bestehenden Akteuren, hatte die Einsendungen der Schüler bewertet.

Dabei wurden folgende Bewertungen getroffen.
Den Nachwuchspreis sicherte sich Jonas Pultar aus Raschau-Markersbach für den Text „Hilfe, die Kannenpflanze kommt“. Der Preis der Jury wird Nina Neubert aus Drebach für das Gedicht „Fantasie“ zuerkannt. Der Förderpreis geht an Sabrina Bangsow aus Auerbach für den Beitrag „Geister des Waldes“. Zudem wird der Mundartpreis der Schlettauerin Kristin Liebscht für das Gedicht „Dr Jahreskreis“ zugesprochen.

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Hier der vom MITTELERZGEBIRGSFERNSEHEN in Marienberg aufgezeichnete Beitrag.