Pfiffige Spielideen für Familien gesucht

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Das hölzerne Arche Noah-Spiel war zu Ur-Omas Zeiten ein absoluter Knüller der Spielzeugmacher aus dem Erzgebirge. Das Schiff samt 60 Paar Tierfiguren waren weltweit gefragt. Heute zahlen Sammler Höchtspreise für solche Exemplare. Das Spielzeug war wegweisend für eine Branche. Foto: Christof Heyden

Erzgebirgische Kunsthandwerker rufen zur gemeinsamen Ideenschmiede heraus. Gesucht sind in Zeiten der Corona-Pandemie innovative Spielideen für das heimische Wohnumfeld.

Seiffen. Das Erzgebirge ist das Land und die Heimat der Spielzeugmacher. Gilt dieses landläufige Qualitätsurteil auch in Zeiten der Corona-Pandemie? Diese Frage rücken jetzt die Initiatoren der DENKSTATT Erzgebirge Seiffen in den Blickpunkt. Deren Vorausschau richtete sich auf den Fakt, wie das erzgebirgische Kunsthandwerk gerade unter den eingeschränkten Bedingungen weiter fortbestehen kann. Wie bündeln die Akteure ihre Schöpferkraft, wie kann gemeinsam neues Spielmaterial entwickelt werden?

„Die DENKSTATT Erzgebirge ist ein noch sehr junges Projekt der Gemeinde Seiffen für Ideen und Wege zum Fortbestand des traditionsreichen erzgebirgischen Kunsthandwerks. Auch bei uns mussten durch die staatlichen Verordnungen zur Eindämmung der Corona Krise alle Vorhaben wie Workshops, Kreativ-Treffen und Meinungsaustausch vor Ort auf unbestimmte Zeit verschoben werden. Die DENKwerkSATT soll in diesen außergewöhnlichen Tagen einen Beitrag für aktive Hilfe und lebensnahe Lösungen bieten“, so der Projektleiter Wolfgang Braun.

Deshalb habe man den Ideenwettbewerb „Spiel“ ins Leben gerufen. „Wir suchen nach Vorschlägen, wie wir spielend die gegebene Situation meistern können. Zu allen Zeiten war das Thema Spiel und Spielzeug in der Branche der erzgebirgischen Holzkunst ein zentrales Thema. Besonders angesprochen fühlen sollen sich junge Handwerker und Designer oder Studenten der Kunsthochschulen. Wir wollen uns hinein denken in die schwierige Situation von Eltern und Kinder in den Zeiten der Ausgangsbeschränkungen. Wer bietet kreative und praktikable Lösungsansätze, was gibt es für spielerische Mittel der Hilfe zur Selbsthilfe, wie kann man Belastungen „spielend“ überwinden.

Gesucht sind Ideen, die sich der neuen ungewohnten Situation für Kinder, Mütter und Väter annehmen, die die Gegebenheiten des häuslichen Umfeldes aufgreifen. Gefragt sind solche „Spielmittel“, die im Haushalt leicht beschaffbar sind.

Kontakt und Hinweise Projektleiter Wolfgang Braun Tel. 0152 27 46 04 36 oder Email denkstatt.erzgebirge@seiffen.de, Internet: www.denkstatt-erzgebirge.de