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Das Karl-Marx-Monument verhüllt, digitalisiert und reproduziert

Chemnitz. Vom 9. bis 19. Oktober 2021 wird das 50-jährige Jubiläum des Chemnitzer Karl-Marx-Monuments mit einer Ausstellung im „Open Space“ hinter dem Denkmal an der Brückenstraße gefeiert.

Das Institut für Werkzeugmaschinen und Produktionsprozesse der TU Chemnitz zeigt in dieser Phase mehrere Exponate in der Ausstellung „DENKmal Karl Marx. Propagiert, verschmäht, vermarktet – ein Monument und seine Stadtgeschichte“.

Die Monumentalskulptur, die in Chemnitz liebevoll „Nischel“ genannt wird, zieht nicht nur Touristen an, sondern auch die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Instituts für Werkzeugmaschinen und Produktionsprozesse der Technischen Universität Chemnitz.

Sie hatten bereits 2008, als das Monument im Rahmen eines Kunstprojektes verhüllt worden war, die Chance ergriffen, den riesigen Marx-Kopf komplett zu digitalisieren. Mit Hilfe eines 3D-Laserscanners hatten sie ein digitales Punktwolkenmodell aufgenommen und später in ein dreidimensionales Flächenmodell überführt. Das digitale Modell des Marx-Monuments wurde im Laufe der folgenden Jahre immer wieder genutzt, um mit verschiedenen Fertigungstechnologien Marx-Köpfe in verschiedenen Größen und mit unterschiedlichen Materialien als Anschauungsobjekte herzustellen – etwa durch 5-Achs-Fräsen, Wasserabrasivstrahlschneiden oder Rapid Prototyping. Dass ein großer Kopf auch ganz klein werden kann, zeigen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Professur Mikrofertigungstechnik in der Ausstellung: ihr Exponat misst 15 Millimeter. (M. Steinebach)

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Autor

Christof Heyden
Christof Heydenhttps://www.erzgebirge.tv
in Chemnitz lebend, geb. 1961 in Pirna, Diplom-Kulturwissenschaftler Humboldt-Uni Berlin, seit 1993 Freier Journalist und Pressefotograf. Mailadresse: christof.heyden(at)erzgebirge.tv

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