Chemnitz soll Kulturhauptstadt 2025 werden

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Da staunt selbst der größte Nischel der Stadt Chemnitz: der alte Marx, der zu den Sehenswürdigkeiten der Kulturhauptstadt 2025 gehören wird. Foto: Christof Heyden

Chemnitz. Chemnitz hat sich durchgesetzt. Die internationale Jury des von der EU getragenen Wettbewerbes empfiehlt, die drittgrößte Stadt als Kandidat der deutschen Bewerbung zu benennen. Damit haben mit Hannover, Hildesheim, Magdeburg und Nürnberg als verbliebene deutsche Bewerber das Nachsehen. Die heutige Empfehlung der Jury muss nun von Bund und Ländern in eine formelle Ernennung umgewandelt werden. Die Kultusministerkonferenz wird im Dezember darüber befinden.
Die zweite Europäische Kulturhauptstadt 2025 stellt Slowenien, deren Entscheidung soll im Dezember verkündet werden. 

Coronabedingt wurde die Entscheidung ausschließlich per Video im Internet bekannt gegeben.
Mit der auf die Alltagskultur gerichteten Schwerpunkthematik wussten die Chemnitzer zu punkten. Dabei rückten sie nicht die Sorglos-Paket-Bilder und Aspekte der Hochkultur in den Blickpunkt, vielmehr bekannte sich die Stadt auch zu ihren Schwächen und benannte Reserven. Die Bewerbungsmappe machte es deutlich: Chemnitz entwickelt sich, Stadtgestaltung ist ein bunter fließender Prozess, die Stadtentwicklung schreitet auch mit Rückschlägen voran.

Auch die umliegenden Kommunen unterstützten das Projekt, das Erzgebirge gilt als Partner der Bewerbung.

Ein rund vierjähriger Planungsprozess ist damit vorerst mit Erfolg gekrönt. Auch, so die Jury, weil interdisziplinär gedacht wurde. Jetzt hält Chemnitz alle Trümpfe in der Hand, die internationale Bühne zu erobern.