Singende Audienz bei Reichsgräfin Cosel

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16 Chöre folgten der Einladung zum Treffen. Am Springbrunnen "Neues Stück" gastierte auch der Männerchor Niederfrohna. Foto: Christof Heyden

Vielstimmiger Satzgesang erfüllte am Wochenende den Schlosspark Lichtenwalde. Die Choristen zeigten singend ihr musisches Können.

Lichtenwalde. Die idyllische Flaniermeile im Grünen hoch droben dem Fluss Zschopau war gestern zum 15. Mal Treffpunkt von Chören aus Mittelsachsen. Insgesamt 16 Ensembles mit 350 Sängern gaben am Sonntagnachmittag ihre musikalische Visitenkarte ab.
„Im Rahmen aller auch anderenorts vom Mittelsächsischen Kultursommer initiierten Veranstaltungen ist es sogar die 27. Auflage, zudem ist in der Chronik eine weitere, aber wetterbedingt abgesagte Veranstaltung in Lichtenwalde eingegangen“, erinnerte Regina Herberger als langjährige Geschäftsführerin an dieses reizvolle musische Stell-Dich-Ein.

Redegewandt führte Reichsgräfin von Cosel, alias Birgit Lehmann, durch das Programm. Foto: Christof Heyden

Indes, auch diesmal blickten die Veranstalter nach regenreicher Nacht zu Tagesbeginn noch gen Wolkenband. „Doch im Himmel wird ja auch gesungen, also wussten sich die Wettermacher zu fügen“, parlierte die gastgebende Reichsgräfin von Cosel, alias Birgit Lehmann zur Begrüßung. Traditionsgemäß wurde der Auftakt im gemeinsamen Rundgesang aller Teilnehmer vollzogen. „Viva la Musica“ ertönte Punkt 13 Uhr aus trainierten Kehlen, gefolgt vom ewig jungen Klassiker „Heut ist ein wunderschöner Tag“, mit dem im Osten Generationen von Jugendlichen erwachsen geworden sind.

Breit die Palette des Repertoires und der Gesangsformationen. Da waren das bodenständige Volkslied, die klassischen Chorstücke aber auch romantische Lieder und der Stimmungsgesang zu hören. An vier Schauplätzen der Parkanlage gestalteten die Formationen zunächst kleine Programmblöcke, bevor sich die Ensemble zu einem finalen Großchor vereinigten.

Rund um den Konzertpavillon versammelten sich die Chöre zum Singen. Foto: Christof Heyden

Miskus-Geschäftsführer Jörn Hänsel zeigte sich von der Neuauflage angetan. „Das ist eine Leistungsschau der besonderen Art. Es wird gezeigt, was man drauf hat, gibt aber genauso untereinander Tipps und tauscht sich aus, versorgt sich mit Notenmaterial. Für das Publikum ein allemal lohnenswerter Ausflug, der durch die sehenswerten Alltagsmenschen von Christel Lechner eine weitere Bereicherung erfuhr. enauso