Schloss Lauenstein erhält Förderpreis der Silberstadt Freiberg

Freiberg / Lauenstein. Wo Bergbaugeschichte auf Zukunftsfragen trifft, beginnt der Dialog: Der sechste Förderpreis „Montanregion Erzgebirge/Krušnohorí“ der Silberstadt Freiberg geht in an das Osterzgebirgsmuseum Schloss Lauenstein mit seinem Projekt „Bergbauregion im Wandel – Energiewende, Rohstoffbedarf und Dialog im Osterzgebirge“.

Das Projekt will neue Bildungs- und Vermittlungsangebote für Schüler, Familien und Erwachsene entwickeln. Im Mittelpunkt stehen die Geschichte des Bergbaus ebenso wie aktuelle Fragen rund um Rohstoffbedarf, Energiewende und die Zukunft der Region. Die Silberstadt vergibt den Förderpreis seit 2021. Als einziger Preis der Stadt kann er für Projekte aus der gesamten UNESCO-Welterbe-Montanregion Erzgebirge/Krušnohorˇí vergeben werden – von Sachsen bis in den tschechischen Teil der Montanregion. Mit 5.000 Euro unterstützt Freiberg gemeinsam mit seinen Partnern Ideen, die das montane Erbe bewahren, neu vermitteln und für die Zukunft weiterdenken.

„Das Welterbe lebt davon, dass wir seine Geschichte immer wieder neu erzählen und mit den Fragen unserer Zeit verbinden. Genau das gelingt dem Projekt in Lauenstein: Es schafft Raum für Wissen, Austausch und einen sachlichen Dialog über die Zukunft unserer Region“, sagt Freibergs Bürgermeister und Kuratoriumsvorsitzender Martin Seltmann. „Für uns als Silberstadt ist es wichtig, solche Ideen sichtbar zu machen und ihre Umsetzung zu unterstützen. Der Förderpreis zeigt, wie eng die einzelnen Orte der Montanregion miteinander verbunden sind.“ Der Preis wurde am 13. September zum Tag des offenen Denkmals überreicht.

Burg Lauenstein war Sitz von Grubenbesitzern im Erzgebirge, heute zählt der Standort zu den 17 Beiträgen des Welterbes. Foto: Christof Heyden

Museumsleiterin Gabriele Gelbrich ist stolz auf den Gewinn des Förderpreises: „Unser Museum ist ein Ort, an dem Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft unmittelbar zusammenkommen. Der Förderpreis gibt uns die Möglichkeit, genau diese Verbindung weiter
auszubauen und insbesondere junge Menschen für die Themen unserer Region zu begeistern“, so Gelbrich. „Wir freuen uns sehr, am Tag des offenen Denkmals zeigen zu können, was sich im Schloss bewegt und welche ersten Schritte aus dem ausgezeichneten Pro-
jekt bereits sichtbar werden.“
Im Sommer 2026 waren erneut Freiwillige, die European Heritage Volunteers, aus verschiedenen Ländern zu Gast, um gemeinsam mit Fachleuten an Dokumentations- und Konservierungsarbeiten im Schlosskomplex zu arbeiten.

Bewerbungsphase für nächsten Förderpreis läuft
Der nächste Förderpreis ist bereits ausgeschrieben. Es ist bereits die siebte Bewerbungsrunde. Bis 31. Dezember 2026 können sich Einzelpersonen oder Gruppen mit eigenen Projekten und Ideen bewerben, die einen Beitrag zum Erhalt, zur Vermittlung oder zur Weiterentwicklung des montanen Erbes leisten. Einzige Bedingung: Die Umsetzung der Idee muss bis Ende des Folgejahres realisiert sein. Der Förderpreis wird seit 2021 jährlich vergeben. Er kann an eine natürliche Person bzw. eine Gruppe natürlicher Personen verliehen werden und ist mit 5.000 Euro dotiert. Er ist der einzige Preis der Stadt Freiberg, der nicht nur für Projekte aus der Silberstadt verliehen werden kann, sondern aus der gesamten Montanregion. Wer ihn erhält, entscheidet das Kuratorium, zu dem neben der Stadt Freiberg die Stadtwerke AG, die TU Bergakademie Freiberg, Freiberg.Science.City., die VR-Bank Mittelsachsen eG sowie der Verein „Welterbe Montanregion Erzgebirge“ gehören. (PM)


Burg Lauenstein war Sitz von Grubenbesitzern im Erzgebirge, deren Familienwappen davon künden.. Foto: Christof Heyden


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„Portal mit Bergmannsmotiv ist Blickfang des Bergherrenhauses“ ‹ erzgebirge.tv – Die Heimat sehen

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