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Eine bekannte Schönheit wird zur Rarität – Wer entdeckt den Zweipunkt-Marienkäfer?

– Eine Mitmachaktion für Groß und Klein

Marienkäfer gelten als Glücksbringer. Weniger bekannt ist, dass es in Sachsen über 70 verschiedene Marienkäferarten gibt. Eine früher weitverbreitete, kleine Art ist heute kaum noch zu beobachten: der Zweipunkt-Marienkäfer.

Um den Bestand und die Ursachen des Rückgangs dieser stark gefährdeten Art noch besser abschätzen zu können, bittet das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) die Bevölkerung um Mithilfe. Wer einen Zweipunkt-Marienkäfer entdeckt, soll seine Beobachtung bitte mit Anzahl, Ort, Datum sowie Angaben zum Fundort und einem Foto melden.

Der Zweipunkt ist an seiner charakteristischen Färbung gut zu erkennen. Er begegnet uns in zwei Farbformen. Bei der Namensgebenden sind die Flügeldecken rot und tragen je einen schwarzen Punkt. Das Halsschild ist weiß mit schwarzen Flecken. Die anderen Farbformen zeichnen sich durch schwarze Flügeldecken mit roten Flecken aus. Hier besteht Verwechslungsgefahr zum Beispiel mit dem Zehnpunkt-Marienkäfer oder mit dem Vierfleckigen Schildlaus-Marienkäfer.

Ein kleines Faltblatt und eine Papierlupe helfen bei der Bestimmung und finden bei Spaziergängen, Ausflügen oder im eigenen Garten in jeder Jacken- oder Hosentasche Platz. Kinder können spielerisch in die Mitmachaktion eingebunden werden.

Hintergrund:

Es wird davon ausgegangen, dass unter anderem der 2009 ursprünglich für die Blattlausbekämpfung in Gewächshäusern importierte und gezüchtete Asiatische Marienkäfer wesentlich zum Rückgang des Zweipunkt-Marienkäfers beigetragen hat. Es bleibt jedoch offen, ob der extrem starke Rückgang allein auf diese invasive Art zurückgeführt werden kann. Für das »Insektensterben« insgesamt wird eine Fülle von Ursachen in Betracht gezogen. Umso mehr sind Kenntnisse über aktuelle Vorkommen des Zweipunkt-Marienkäfers für wirksame Maßnahmen zum Schutz des Lebensraumes unverzichtbar.

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