Bergszenen im Kirschkern

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Friedrich Vinne ist im Erzgebirge für seine Miniaturschnitzereien berühmt. Diese Bergbauszene aht er in eine Druse gearbeitet. Foto: Christof Heyden

Mit Kirschkernen, Nusshälften und Drusensteinen geht Friedrich Vinne auf Reisen. Im Erzhammer Annaberg treffen sich am 3. und 4. März die Schnitzer des Erzgebirges.

Erdmannsdorf/Annaberg-Buchholz. Für den Erdmannsdorfer ist wie für zahlreiche Fans des Schnitzens das Veranstaltungszentrum „Erzhammer“ in Annaberg-Buchholz das begehrte Veranstaltungsziel. Hier starten die 26. Erzgebirgischen Schnitzertage.

Eine Forstszene hat er in der Nussschale dargestellt Der Förster trägt selbst eine Feder am Hut. Foto: Christof Heyden

Die Taschen mit seinen Schnitzarbeiten hat der Erdmannsdorfer längst gepackt. In der Szene wird Friedrich Vinne seit Jahren für seine herausragenden Miniaturarbeiten geachtet. Seit 2009 zeigt der Schnitzer seine filigranen Arbeiten. Und verblüfft regelmäßig die Besucher, erntet aber genauso die Anerkennung der Kollegen. Wer schafft es schon, eine Jagdszenerie samt Hochsitz und Feder am Hut tragenden Waidmann in einen Kirschkern zu schnitzen? Nicht minder spektakulär die Grubenszenen, die die Bergleute bei ihrer Tätigkeit zeigen: die raffiniert samt Werkzeug in Fingerkuppengröße in die Drusen gebastelt.

Friedrich Vinne ist seit 2009 mit dabei. „Drei Jahre zuvor hatte ich, beruflich kürzer tretend, mit dem Schnitzen begonnen“, so der Künstler. Von Anfang an habe es das Miniaturschnitzen angetan. Und das, ohne jemals in einem Verein oder einer Schnitzschule dabei gewesen zu sein.