Zinnfigur reist nach Weißenfels

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Das Besucherbergwerk Markus-Röhling-Stolln gehört zu den Objekten, welches Aufnahme in die Antragsliste zur Liste für das UNESCO-Welterbe gefunden hat. Foto: Christof Heyden

Das Team des Markus-Röhling-Stolln im Annaberg-Buchholzer Ortsteil Frohnau hat heute
den 800.000. Besucher seiner Museumsgeschichte begrüßt.

Frohnau. Das Ehepaar Horst und Monika Zabel staunte und freute sich zugleich. Die Weißenfelser wurden heute als 800.000. Besucher des Besucherbergwerks „Markus-Röhling-Stolln“ seit der Inbetriebnahme im Jahr 1994 willkommen geheißen. Kurz vor 11.00 Uhr begrüßte Marc Schwan, der Vorsitzende des Vereins „Altbergbau Markus-Röhling-Stolln Frohnau e.V.“, die Gäste zusammen mit ihren beiden Enkelkindern Jan und Franka Warzecha. Er übergab der Familie eine erzgebirgische Zinnfigur sowie den Kindern Bergzwerge mit Mineralien. Außerdem ermöglichte er ihnen die kostenlose Einfahrt ins Besucherbergwerk.

Das Besucherbergwerk „Markus-Röhling-Stolln“ gehört zu den besucherstärksten Bergwerken Sachsens und wird seit Juli 1994 vom Verein Altbergbau Markus-Röhling-Stolln Frohnau e.V. betrieben. Der Verein ist Gründungsmitglied im Förderverein für das Weltkulturerbe „Montanregion Erzgebirge“. Besucher können nach einer zirka 600 m langen Fahrt mit einer Grubenbahn hautnah 500 Jahre Bergbaugeschichte erleben. Sie reichte vom Silber- über Kobalt- bis zum Uranbergbau. Hauptattraktionen unter Tage sind ein neun Meter hohes Wasserrad, originale Erzgänge sowie die Vorführung von Bohrtechnik. Im Außengelände sind zahlreiche Bergbaumaschinen ausgestellt.

Stimmungsvoll des Mundloch zur Winterzeit. Foto: Christof Heyden

Zu den beliebtesten Veranstaltungen zählen Mettenschichten, die jedes Jahr im Advent weit über 1000 Besucher anlocken, außerdem zauberhafte Klänge unter Tage, weiterhin die Bergbau-Erlebnistage jährlich im Juni sowie Hochzeiten unter Tage. Aktuell ist das Besucherbergwerk als bedeutendes bergbauhistorisches Sachzeugnis für das UNESCO-Welterbe „Montanregion Erzgebirge“ nominiert.