Morgentreff mit dem bärtigen Alten

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Öffentliche Bescherung in Börnichen, Ortsteil von Oederan. Der Weihnachtsmann Peter schwört sein Fahrpersonal, das zum Rentier dekorierte Reitpony Luna auf die Tour ein. Foto: Christof Heyden

Der Weihnachtsmann schiebt Schichten. Um alle Kinder zu bescheren, rückte er bereits am Vormittag des Heiligabends bei den Knirpsen in Börnichen ein.

Börnichen. Und während noch mancher Zeitgeist dem Bescherungs-Prozedere entgegenschlummerte, hatten alle Knirpse im Ortsteil von Oederan einen Auftrittstermin: Alle Jahre wieder hatte der Alte sein morgendlichen Kommen zum 24. Dezember angekündigt. Und so zeigten sich diesmal aufgeweckte 38 junge Leute vom Baby bis zum 14-Jährigen dem Servicebeauftragten in roter Dienstbekleidung. Allein die rührigen Organisatoren vom Heimatverein und der Freiwilligen Feuerwehr kennen den Kontakt zur Traditionsfigur und wissen den viel beschäftigten Akteur seit über 25 Jahren immer wieder zum frühen Gastspiel zu gewinnen.

Und die Saisonkraft versteht sich immer wieder auf die Bedingungen einzustellen. Nach Schlitten und Spritzenauto vertraute sich der bepackte Bärtige diesmal dem vor ein Wägelchen gespannten und zum Rentier umgestylten Reitpony Luna sowie der Zügel führenden Anna Peuckert an, zudem assistierten die Ortskundigen Tina und Susann dem gutmütigen Gabenmann.

Der Weihnachtsmann vor der Tür von Emma (6), die ein Gedicht aufsagt. Vati Rico Schmieder nimmt Knirps Elli in Obhut, der ist der Geselle nicht geheuer. Foto: Christof Heyden

Die 2017er Bescherungsrunde begann, vom Schellenklang des trabenden Vierbeiners initiiert am Buchenberg. Geschäftsmäßig folgten nun die Besuche bei der Jugend, von Haustür zu Haustür eilte die Fuhre. Spielzeug, Quizzmaterial und Naschereien erfreuten die Beschenkten, wie die größeren ein duftendes Duschbad und altersgemäßen Lesestoff erhielten. Auch den Mädchen und Jungen entlang der Frankenberger Straße und des Hausdorfer Wegs galt das Klingeln des eigenwilligen Besuchers. Indes warteten die meisten bereits mit Eltern und Großeltern in den Höfen, hatten hinter der Gardine stehend den Alten längst spähend entdeckt. Nach zweistündiger Tour war die Aufgabe für den gestandenen Experten und sein fleißiges Unterstützerteam erfolgreich bewältigt.