Chemnitzer Start-up in der „Höhle der Löwen“

TV-Tipp: Chemnitzer TU-Absolvent Max Rose und Gründer von „audory“, einer Plattform für interaktive Hörbücher, präsentiert am 11. April 2022 bei VOX seine Geschäftsidee, um neues Kapital zu akquirieren und die Expertise der „Löwen“ zu nutzen

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Max Rose präsentiert in der "Höhle der Löwen" seine Geschäftsidee. Wird ihm ein Deal gelingen? Foto: RTL/Bernd-Michael Maurer

Anfang April startete die TV-Sendung „Die Höhle der Löwen”  bereits in die 11. Staffel: Familienunternehmerin Dagmar Wöhrl, Finanzunternehmer Carsten Maschmeyer, Handelsprofi Ralf Dümmel, Green-Tech-Investor Nico Rosberg, Konzernchef Nils Glagau, Beauty-Expertin Judith Williams und Medienmogul Georg Kofler investieren auch dieses Jahr wieder in Gründerinnen und Gründer, die auf den Deal ihres Lebens hoffen. In der zweiten Folge der neuen Staffel am 11. April 2022 um 20:15 Uhr bei VOX mit dabei ist Max Rose, der an der Technischen Universität Chemnitz den Bachelor-Studiengang Angewandte Informatik absolvierte. Er gründete das Start-up „audory“, das interaktive Hörbücher mit individueller Entscheidungsfreiheit entwickelt. Besonders im Bereich Marketing und Vertrieb sucht das junge Unternehmen Unterstützung. Für ein Investment von 120.000 Euro bietet der 23-jährige Max Rose in der Sendung „Die Höhle der Löwen“ 15 Prozent der Firmenanteile an. 

Innovative Geschäftsidee: Interaktive Hörbücher für mehr Audio-Genuss

„Ich möchte Autoren in das 21. Jahrhundert bringen“, lautet das Ziel des Gründers. „Bei unseren Hörbüchern entscheidet der Nutzer, wie die Geschichte weitergeht. Er kann aktiv ins das Spielgeschehen eingreifen und so den Verlauf der Handlung ändern.“ Bereits nach wenigen Minuten der Geschichte bekommen die Nutzerinnen und Nutzer eine erste Frage gestellt und je nachdem, für welche Antwort sie sich entscheiden, geht es entsprechend weiter. Dafür braucht es lediglich die audory-App, in der den Hörerinnen und Hörern eine Auswahl von interaktiven Hörbüchern aus den Genres wie Krimi, Thriller, Fantasy oder Liebe bereitsteht. Neben den Standardinformationen für Hörbücher – also Titel, Länge des Hörbuchs und eine kurze Inhaltsangabe – sind eine Altersempfehlung sowie die Anzahl der Entscheidungen, die im Verlauf der Geschichte getroffen werden können, zu finden. „Nachdem ich ein Hörbuch zu Ende gehört habe, kann ich es mit verschiedenen Handlungssträngen immer wieder neu anhören”, erläutert Rose. Den Autorinnen und Autoren der Hörbücher stellt der Gründer seine eigens geschriebene Software kostenlos zur Verfügung, mit der sie ihren Entscheidungsbaum entwickeln und die einzelnen Handlungsstränge eintragen können. Zudem können professionelle Sprecherinnen und Sprecher aus der audory-Datenbank gebucht werden. Die Autorinnen und Autoren können ihre Hörbücher aber auch selbst vertonen. Und dass ein interaktives Hörbuch sogar für die Studienorientierung genutzt werden kann, bewies „audory“ mit dem Hörbuch „Klassenfahrt“, das zu einer Reise in die Universitätsstadt Chemnitz einlädt, die so von den Hörerinnen und Hörern selbstbestimmt immer wieder neu entdeckt werden kann.

Unterstützung innerhalb und außerhalb der TU Chemnitz

Der Gründer von „audory“ hat sein Geschäftsidee dank eines EXIST-Gründerstipendiums des Bundeswirtschaftsministeriums zur Marktreife gebracht. Unterstützung bekam das junge audory-Team auch von der Professur Verteilte und selbstorganisierende Rechnersysteme (Prof. Dr. Martin Gaedke) der TU Chemnitz, vom Gründernetzwerk SAXEED, vom Q-Hub Chemnitz, vom Gründerlabor „TUClab“, vom studentischen Radio UNiCC sowie von externen Tonstudios. „Ich bin und bleibe Chemnitz eng verbunden“, sagt Rose und ergänzt: „Die Idee zur Entwicklung der Plattform für interaktiver Hörbücher kam mir während meines Studiums in Chemnitz. Hier habe ich sie auch umgesetzt – an der TU Chemnitz erhielt ich das dafür notwendige Rüstzeug. Unternehmenssitz von audory ist Chemnitz. Hier hat das Start-up auch ein 300.000 Euro umfassendes Investment der Sächsischen Beteiligungsgesellschaft erhalten, hier haben wir Arbeitsplätze geschaffen, hier werden Steuern gezahlt.“

TU Chemnitz – die transferstarke Gründeruniversität

Gute Voraussetzungen für den Sprung vom Hörsaal in die Selbstständigkeit bietet das Gründernetzwerk SAXEED an der TU Chemnitz und drei weiteren Hochschulen Sachsens. Mit dessen Hilfe wurden seit 2006 mehr als 1.500 Gründungsprojekte betreut, aus denen rund 480 Unternehmen hervorgegangen sind – darunter audory. Zur Förderung innovativer Ausgründungen in den Kernkompetenzen der Universität haben die Sächsische Aufbaubank als Förderbank des Freistaates Sachsen und die TU Chemnitz zudem ein „TUClab“ initiiert, um Gründerinnen und Gründer während und nach der Gründung besser betreuen zu können. Dies alles trug dazu bei, dass die TU Chemnitz als eine der besten Gründerhochschulen in Deutschland gilt. Laut dem „Gründungsradar 2020“ gehört sie unter den mittelgroßen Universitäten zu den Top 3 der gründungstärksten Einrichtungen. Insbesondere ihre Aktivitäten in den Bereichen Gründungsunterstützung und -förderung, die federführend durch das Zentrum für Wissens- und Technologietransfer der TU Chemnitz gestaltet werden, wurden hier gewürdigt.

„Ich bin der TU Chemnitz unendlich dankbar, dass ich so gut beim Sprung in die Selbstständigkeit unterstützt wurde“, sagt Rose und rät den anderen TU-Angehörigen und -Mitgliedern, sich über die zahlreichen Unterstützungsangebote zu informieren. „Vielleicht präsentieren sie eines Tages auch ihre Geschäftsidee in der ‚Höhle der Löwen‘ und versuchen, so an frisches Kapital zu kommen und vom Netzwerk der Löwen zu profitieren“, sagt der junge Gründer.