Zum bevorstehenden Tag des traditionellen Handwerks am 17. und 18.Oktober lockt die Firma Essig Schneider erlebnishungrige Wissbegierige in ihre einzigartige Manufaktur. Die Gewürzexperten offerieren kulinarische und kulturelle Geschmackerlebnisse.
Colmnitz. Die Essig-Schneiders aus Colmnitz wissen seit Jahrzehnten erfolgreich ihren Senf dazu zugeben. Die Speisewürze aus dem am Tharandter Wald gelegenen Familienbetrieb genießt längst bei Kunden über Mittelsachsens Grenzen hinaus einen guten Ruf. Ob in der Sächsischen Schweiz, dem Erzgebirge oder bis in den Thüringer Wald – die markante Zutat versteht mit ihrer Qualität als auch Variantenvielfalt den Geschmacksnerv der Verbraucher zu kitzeln.
Vom klassischen Speisesenf über Kräuter-, Mango- und Feigensenf hin zu Erdbeer- und Preiselbeersenf reicht die zwei Dutzend Varianten umfassende Palette der Hersteller um Ulrike Schneider. „Auch Senf-Schokolade, Senfblütenhonig und Senfölseife sowie Senf-Nudeln gehören zu unseren vor Ort hergestellten Erzeugnissen, die wir als Direktvermarkter absetzen“, so die Gastgeberin, die das Unternehmen in dritter Generation führt.
Zum Aktionstag wird nicht nur die Speisewürze im Blickpunkt stehen, vielmehr sind regionale Produkte, darunter weiterer Hersteller, erhältlich. Zudem werden Gäste eingeladen, das firmeneigene Traditionsmuseum zu besuchen und in die Geschichte des Betriebes aber auch des früheren Lebens einzutauchen.
„Unser Wurzeln begründen sich aus einem ambulanten Handel mit Lebensmittel, Senf, Essig, Olivenöl, Säften und Weinen. Denn 1936 gründete mein Großvater Walter Schneider mit Max Richter in Colmnitz die „Schneider & Co. Weinessig – Kelterei und Weinhandlung“.
1947 machten die sich daran, nicht mehr nur die Erzeugnisse aus anderer Herstellung zu vertreiben, sondern zog eine eigene Essigproduktion auf, in die später sein Sohn Günter mit einstieg.

Der hauseigene Laden mit einem reichhaltigen Warenangebot wurde eröffnet. Hunderte verschiedene Artikel von Obst, Gemüse, Wurst, alkoholischen Getränken bis hin zu Haushaltsartikeln, Holzkohle u. v. m. stehen kaufbereit in den Regalen. Der vom Volksmund geprägte Name „Essig-Schneider“ wurde offiziell zum Familienlogo.
Als Meilenstein für den Werdegang sind Ulrike Schneider die jährlichen Hoffeste, die 2016, anlässlich des 80. Jubiläums, ihre Premiere erlebten.
Mit der 2017 begonnenen Vergrößerung des Fabrikgebäudes bot sich dem Unternehmen ein neues Standbein, Verbraucher gezielt anzusprechen. „Mit dem Bau des Präsentations- und Verkaufsraumes wurde die Möglichkeit zur ganzjährigen Betriebsführung realisiert. Seitdem nutzen Reisegruppen, Vereine und Betriebe die Gelegenheit mehr über Essig, Senf und „Essig-Schneider“ selbst zu erfahren.

Im Mittelpunkt des Aktionstages steht die Senfherstellung auf einer traditionellen Senfmühle mit Mühlsteinen. Besucherinnen und Besucher erfahren, wie Senf entsteht. Wer selbst aktiv werden möchte, kann im Senf-Workshop eine eigene kreative Senfkreation herstellen. Dieser Workshop ist kostenpflichtig. Darüber hinaus gibt es auf dem Gelände im Rahmen eines großen Hoffestes einiges zu entdecken: das firmeneigene Museum, Schmiedehandwerk an der Feldschmiede, Holzhandwerk mit Spanbäumen und gedrehten Holzfiguren, außerdem Klöppeln, Floristik und eine Pilzausstellung.





