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Hilbersdorf lädt zum Tag des Eisenbahners

Chemnitz-Hilbersdorf. Am kommenden Sonntag, 7. Juni, lädt der Schauplatz Eisenbahn aus Anlass des bevorstehenden Tages des Eisenbahners nach Chemnitz-Hilbersdorf ein. Die Deutsche Reichsbahn war der größte Arbeitgeber der Stadt und der Republik. In Chemnitz waren zeitweise bis zu 10.000 Menschen bei der Eisenbahn beschäftigt. Das größte europäische Eisenbahnmuseum lässt sich diesen Anlass nicht nehmen und möchte diesen Tag mit den Eisenbahnern und allen Eisenbahnfreunden feiern.

Bereits am Samstag bieten wir unseren Besuchern wieder verschiedene Zusatzangebote, wie die Besichtigung unserer H0-Modellbahnanlage, Mitfahrten auf Zoll- und Feldbahn sowie unsere Bastelangebote im Bastelbahnhof.

Am Sonntag wird um 10:30 Uhr zur kostenfreien Familienführung eingeladen, ab 11:00 Uhr wird die einzigartige Rangiertechnologie in Chemnitz-Hilbersdorf sowie die dazugehörigen Seillaufmaschinen vorgeführt.
Im Rundhaus können unsere Besucher den Führerstand der Baureihe 120 besichtigen, die auch als Taigatrommel bekannt ist. Darüber hinaus werden Fahrten auf der Feldbahnanlage und ein Bastelangebot im Bastelbahnhof.

Unbestrittener Höhepunkt wird um 13 Uhr eine Modenschau mit Eisenbahneruniformen sein. Auch wenn Uniformen dem modischen Wandel nicht im gleichen Maße unterworfen waren, wie die Alltagsmode, entwickelte sich diese. Zu sehen sein werden Uniformen der Königlich Sächsischen Staatseisenbahnen, der Deutschen Reichsbahn-Gesellschaft aus den frühen 1920er Jahren, den 1940er Jahren und aus der Zeit der DDR bis zum Ende der Deutschen Reichsbahn 1993. Waren die Uniformen höherer Beamter um 1900 noch reich bestickt, dokumentieren die Uniformen der 1920er Jahre deutlich den Mangel der Zwischenkriegszeit. Insbesondere die Uniformen der Deutschen Reichsbahn im Dritten Reich rückten ihre Träger nah an das militärische Gegenstück.

Es ist eine Modenschau mit Eisenbahnuniformen zu erleben. Foto: SEM

Am Sonntag erhalten aktive und ehemalige Eisenbahner, die einen entsprechenden Nachweis (Dienstausweis, SV-Buch oder ähnliches) vorlegen können, den ermäßigten Eintrittspreis von 8,00 €.

Info: Als Tag des deutschen Eisenbahners wurde dieser 1943, mitten im Zweiten Weltkrieg, eingeführt und im Dezember gefeiert. Er war Teil der ausgefeilten Propagandamaschinerie des Dritten Reichs und diente der Stärkung des Durchhaltevermögens in der Zivilbevölkerung. Auch in der DDR galt es die berufstätige Bevölkerung bei Laune zu halten und zu immer höheren Leistungen zu motivieren. Deshalb erhielten die unterschiedlichen Berufsgruppen ihren jeweiligen Ehrentag. 1952 wurde der Tag des Eisenbahners wieder eingeführt, der später in »Tag der Werktätigen im Verkehrswesen« umbenannt wurde. Dieser Ehrentag fiel stets auf den 2. Sonntag im Juni. (PM)

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