Chemnitz. Ein Zeichen für mehr Arbeitsschutz sollen Beschäftigte auf besondere Weise setzen: Egal, ob auf der Baustelle, am Fließband oder im Büro. Am kommenden Dienstag, dem 28. April, sind die Werktätigen im Erzgebirgskreis um 12 Uhr mittags aufgefordert, eine Gedenkminute für all jene einzulegen, die im Job einen Unfall hatten oder krank geworden sind. Dazu ruft die Industriegewerkschaft BAU Südwestsachsen auf.
Anlass ist der internationale Gedenktag für mehr Arbeitsschutz – der „Workers‘ Memorial Day“. Die IG BAU Südwestsachsen appelliert an die Beschäftigten im Erzgebirgskreis, einen „Wo lauern Gefahren?“-Check im Betrieb zu machen: „Es ist wichtig, über die Risiken am eigenen Arbeitsplatz zu sprechen. Denn jeder Unfall ist einer zu viel. Die Arbeitssicherheit ist keine lästige Pflicht, sondern ein Muss. Daran darf der Chef keinen Cent sparen“, sagt Andreas Herrmann.
Der Vorsitzende der IG BAU Südwestsachsen macht dabei deutlich, dass es um die ganze Palette der Risiken im Job gehe: „Um den Sturz von der Leiter und das Ausrutschen mit der Motorsäge genauso wie ums Sanieren von Asbest-Gebäuden. Aber auch um Psycho-Druck – vom hohen Arbeitstempo bis zu Stressfaktoren mit Burnout im Büro“, so Andreas Herrmann. Im Arbeits- und Gesundheitsschutz sei Eigenverantwortung gefragt. Passend dazu steht der Workers‘ Memorial Day nach Angaben der IG BAU in diesem Jahr unter dem Motto: „Sag ‚Stopp!‘, wenn es gefährlich ist.“ (PM)

