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Erzgebirgische Weihnachtsstollen bestehen Qualitätstest

Nicht Holzskulpturen sondern Stollengebäck stand am Wochenende in der Erlebniswelt Blockhausen im Blickpunkt. Die Bäckermeister präsentierten ihren Stollenjahrgang 2025 der Jury und Publikum. 

Dorfchemnitz. Mit einer Rekordanzahl von 93 Stollen aus 30 Betrieben ging am Wochenende der diesjährige Qualitätstest für Stollengebäck aus den Innungsbereichen Mittelsachsen und Meißen über das Holzparkett der Gunter-Emmerlich-Hütte. Die Juroren André Bernatzky, Sebastian Weidelt und Nico Heise hatten dafür kulinarische Schwerstarbeit zu leisten.

93 Stollen aus 30 Bäckereien wurden in Blockhausen verkostet und bewertet. Foto: Christof Heyden


Neben dem klassischen Rosinen- Mohn- und Mandelstollen wurden Cranberry-, Dinkel- und Whiskeyvariationen vorgestellt. Das moderne Ernährungsbewusstsein aufgreifend, offerierten die Akteure ebenso vegane Stollenausführungen. Zu immer stärker nachgefragten Produkten gehören Schokoladen-Rosinen-Stollen. Diese Variante weckt die Gunst der Käufer, auch wenn sich die begehrte Zutat der Kakaobohnen erheblich verteuert hat. „Doch Kunden lassen sich davon leiten: schmeckt und überzeugt die Ware qualitativ, sind diese bereit, Geld auszugeben“, so Mittelsachsens Obermeister René Buschmann.

Die Juroren André Bernatzky, links, Sebastian Weidelt und Nico Heise checken einen Schokostollen. Foto: Christof Heyden

Der Dorfchemnitzer verweist darauf, dass die Betriebe auch 2025 moderat an der Preisgestaltung arbeiten. Pro Kilogramm wird etwa einen Euro mehr als im Vorjahr zu berappen sein.
André Bernatzky, Leiter der Akademie des Bäckerhandwerks Sachsen, teilte sich wechselseitig mit seinen beiden Kollegen die Aufgabe. „Nicht jeder Stollen wird von jedem gekostet“, so der gebürtige Erzgebirger „Ein kleines Stück genügt für den Geschmackstest, der nur ein Aspekt des Urteils ist.“ Die Exemplare wurden hinsichtlich Optik, Stabilität, Geruch und Geschmack bewertet.

Juror André Bernatzky checkt den Stollen. Foto: Christof Heyden


„Wir freuen uns über ein starkes Ergebnis“, zeigte sich René Buschmann mit seinen Kollegen hochzufreiden. „100 Punkte galt es für das Prädikat sehr gut zu erreichen, nur ein Punkt weniger bedeutet die Wertung gut. Insgesamt wurde 84 Mal die Höchstwertung vergeben, acht Mal das Prädikat gut und ein Exemplar wurde nicht gewertet. Mehrere Betriebe dürfen sich zudem über eine Goldmedaille freuen. Diese sprechen die Fachtester jenen Meistern zu, die mindestens drei Mal aufeinanderfolgend für ihre Stollen das Urteil Sehr gut zuerkannt bekamen. (hy)

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Autor

Christof Heyden
Christof Heydenhttps://www.erzgebirge.tv
in Chemnitz lebend, geb. 1961 in Pirna, Diplom-Kulturwissenschaftler Humboldt-Uni Berlin, seit 1993 Freier Journalist und Pressefotograf. Mailadresse: christof.heyden(at)erzgebirge.tv

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