Die Akteure der Galerie Hütte sind von der tschechischen Wirtschafts- und Fremdenverkehrsinitiative SPO-NA mit dem von ihr ausgelobten TOP-Preis ausgezeichnet worden. Dieser würdigt herausragende touristische Initiativen beiderseits des Grenzbaches.
Pobershau. Die gute Fee des böhmischen Erzgebirges Mařibyla ziert jetzt das Ausstellungs- und Begegnungszentrum Die Hütte in Pobershau. Die Juroren des Vereins SPO-NA Most würdigen mit dem TOP-Preis dieses in Erinnerung an den Schnitzer Gottfried Reichel geschaffene Erlebnisangebot. Dabei wird insbesondere der in diesem Jahr aus Anlass dessen 100. Geburtstages initiierte Skulpturenpfad hervorgehoben. Dieser verbindet ein Dutzend Kirchen, Museen und bergbauliche Anlagen im sächsischen Erzgebirge durch 80 aufgestellte Holzbildnisse aus dem Schaffen des 2015 verstorbenen Künstlers.
„Die Dauerausstellung zeigt in beeindruckender Weise mehr als 300 Figuren aus Lindenholz, die eindrucksvoll die Geschichte der Bibel erzählen. Die Bemühungen, dieses einzigartige Lebenswerk wider das Vergessen zu erhalten, verdient unsere Anerkennung“, so Jiřina Pečnerová, die Geschäftsleiterin der beteiligten Kreiswirtschafts-Kammer Most.

Seit sieben Jahren steht der Wettbewerb um Spitzenangebote in Tourismus und Kultur im Zeichen der Traditionsfigur des Nachbarlandes, die sächsische Seite ist seit sechs Jahren dabei. Dem Verein gehören Akteure der Bezirkswirtschaftskammer Most, der Euroregion Krušnohoří/Erzgebirge, der Destinationsagentur Krušnohoří und dem Wirtschafts- und Sozialrat der Region Most an.
„Übersetzt heißt unser Verein Klammer – und damit verbindet sich die Symbolik: wir ehren die unterschiedlichsten touristischen Angebote mit grenzüberschreitender Bedeutung, dazu zählen genauso erfolgreiche Veranstaltungen, Ausstellungen und Sportereignisse“, so Juror František Bína, langjähriger Begleiter der touristischen Entwicklung in der Euroregion Erzgebirge. Der hebt hervor, dass Organisatoren für ihr Tun ermutigt und die besten touristischen Attraktionen der Öffentlichkeit präsentiert werden sollen.

„Insgesamt kamen sechs Projekte aus der Tschechien und fünf aus Sachsen in die Endrunde“, so Bina. „Der Zoopark in Chomutov wurde als Preisträger für sein Projekt Naturpromenade geehrt. Sachsen hatte u.a. die Erzgebirgische Lieder Tour, das Projekt Literatur in Erzgebirge und das Deutsch-tschechische Bergwiesenlager vorgeschlagen. Zu deutschen Preisträgern der Vorjahre zählen das Klein Erzgebirge Oederan, der Verein Preßnitztalbahn und die Erlebniswelt Blockhausen. (hy)





