Freiberg. Das Gesundheitsamt Mittelsachsen überwacht rund 40 Freibäder und mehrere „wilde“ Badestellen im Landkreis. Die aktuellen Kontrollergebnisse zeigen: Die meisten Badestellen im Landkreis sind in gutem Zustand. So wurden etwa der Burkersdorfer Teich bei Frauenstein und die Torfgrube Mittweida ohne Beanstandungen beprobt. Auch ins ehemalige Freibad Oberbobritzsch oder im Naturbad Niederwiesa konnten Badegäste unbesorgt ins Wasser springen.
Der Große Teich in Freiberg ist wegen Blaualgen gesperrt. Im Großhartmannsdorfer Teich wurde eine mäßige Belastung nachgewiesen. Die Prüfungen sind Momentaufnahmen – die Wasserqualität kann sich durch Witterung, Algenwachstum oder starke Nutzung schnell ändern. Während öffentliche Freibäder täglich durch die Betreiber und mehrmals pro Saison durch das Gesundheitsamt kontrolliert werden und somit sicheres Baden ermöglichen, ist bei unbewachten Naturgewässern mehr Vorsicht geboten, heißt es aus dem Gesundheitsamt.
Wird beispielsweise die Sichttiefe von mindestens einem Meter nicht eingehalten, so könnte eine Ursache hohes Algenwachstum sein. So wurde in der Jahna bei Ostrau lediglich eine Sichttiefe von 10 Zentimetern gemessen. Auch der Laasenteich in Choren und des Stausee Baderwitz lagen deutlich unter einem Meter. Dies könnte die Folge von zu hohen Nährstoffeinträgen (Phosphor- und Stickstoffverbindungen) durch Niederschläge oder auch aus Kläranlagen sein. Hohe Nährstoffanteile können Massenentwicklungen von Algen begünstigen.
Das Gesundheitsamt rät daher: Wer das kühle Nass genießen möchte, sollte bevorzugt in überwachte Freibäder gehen. Dort ist das Wasser aus hygienischer Sicht unbedenklich. Wer es dennoch nicht lassen kann, sich in einem „wilden Badegewässer“ abzukühlen, sollte sich danach, spätestens am Abend, gründlich abduschen. (PM)
Alle Untersuchungsergebnisse sind unter https://www.landkreis-mittelsachsen.de/das-amt/buergerservice/wilde-badestellen.html zu finden.



