Am Sonntag, dem 19. Januar startet Zwickau als Teil der Kulturhauptstadtregion ins Kulturhauptstadtjahr. Eine Programmwoche im Zeichen des Auftaktes.
Zwickau. Zum Auftakt findet von 13 bis 16 Uhr im Rathaus ein KulturTreff statt, der dazu einlädt, mit Akteuren der Kulturszene über Projekte und Veranstaltungen ins Gespräch zu kommen, die 2025 geplant sind. Parallel sollen mit Ballons Grüße in die Welt gehen. Außerdem gibt die Automobil- und Robert-Schumann-Stadt den Startschuss für eine besondere Postkartenaktion: Zwickauer und Gäste können ihre Wünsche und Vorstellungen für Zwickau formulieren.
Im Bürgersaal präsentieren sich das Theater Plauen-Zwickau, der Alte Gasometer e.V., die Zwickauer Sternwarte, die Chorvereinigung Sachsenring Zwickau e.V., das Dresdner Institut für Kulturstudien, die Priesterhäuser Zwickau, das Robert-Schumann-Haus Zwickau, die KUNSTSAMMLUNGEN ZWICKAU im ZwischenRAUM Max-Pechstein-Museum, die Westsächsische Hochschule, die Kultour Z sowie die Evangelisch-Lutherische Stadtkirchgemeinde Zwickau.
Die Veranstaltung soll gleichermaßen Treff- und Infopunkt sein und Lust auf die Themen des Kulturhauptstadtjahres machen. Zu erwarten sind ein Trailer aus dem Stück des Theaters Plauen-Zwickau „EUdaimonía – Ein utopisches Versprechen von Glückseligkeit“, ein Auftritt des Singer-Songwriters Malte Zeder und Kurzvorträge über die ab April geöffnete Ausstellung zur Kunst der Wismut, der Sternwarte Zwickau oder aber des Historischen Dorfes. Am 19. Januar können die Priesterhäuser und das Robert-Schumann-Haus zudem kostenfrei besucht werden.
Eine etwas andere Möglichkeit, einmal über die Vor- und Nachteile der eigenen Stadt zu philosophieren, bietet das Postkartenprojekt des Zwickauer Kulturamtes, das anlässlich der Kulturhauptstadt initiiert wird. Die 15 Karten in kunterbunten Farben stellen Slogans und Fragen wie: „Nett hier in Zwickau, aber…in Zwickau fehlt…“, „Zwicke fetzt übelst, weil…“,
Hier sind alle – Zwickauer, Besucher, Gäste und Touristen – aufgerufen, die Postkarten auszufüllen und in kreativer, ehrlicher und gern auch kritischer Form, die eigenen Wunschvorstellungen für Zwickau zu formulieren. Die Karten werden auf diversen Veranstaltungen ausgegeben und gesammelt. Eine Präsentation soll es zur Museumsnacht im Oktober geben.
Die Eröffnungswoche dauert dann noch bis einschließlich 26. Januar. Zu erleben gibt es beispielsweise Sonderführungen im August Horch Museum mit dem Titel „Horch the Unhorched!“ oder die Ausstellung über den Bergbaupionier Alfred Wiede im Robert-Schumann-Haus. Hier findet am Dienstag, dem 21. Januar auch die Lesung und der Podiumstalk mit dem Chemnitzer Autor Stefan Tschök zu dessen Buch „Was? Chemnitz?!“ statt. Weiterhin finden das Philharmonische Konzert der Clara-Schumann-Philharmoniker, besondere Führungen oder die Vernissage der Ausstellung „Mein Platz in der Bahnhofsvorstadt“ statt.
Abschluss und Höhepunkt der Auftaktwoche wird die Eröffnung der ZwischenRaums am 25. und 26. Januar sein. Dann präsentieren sich die KUNSTSAMMLUNGEN ZWICKAU Max-Pechstein-Museum auf ganz neue, ungewöhnliche und sehenswerte Weise in ihrem Interimsquartier in der Galerie am Domhof. Zu sehen ist dann unter anderem das Werk „DDR Noir (Der Celist)“ von Henrike Naumann, die 2019 mit dem Max-Pechstein-Förderpreis ausgezeichnet wurde. (Merz)
Das Programm und ausführlichere Informationen zu den verschiedenen Angeboten sind unter www.c2025.zwickau.de zu finden.