Von bereimelt bis Viechgokel – das sind die Kandidaten

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Den feinen Überzug aus Kristallen bei Frostwetter bezeichnet der Erzgebirger als bereimelt. Foto: Christof Heyden

Annaberg-Buchholz. Der 6. Wettbewerb um das Mundartwort des Jahres im Erzgebirge ist auf der Zielgeraden. Die Neuauflage sucht Beiträge zum Thema Umwelt und Natur. Unter 500 Wortvorschlägen hat die Jury die zehn Finalisten ausgewählt, die jetzt zur Abstimmung stehen. Ab sofort kann abgestimmt werden, sowohl über den in der Tageszeitung Freie Presse veröffentlichten Druckvorschlag oder via Internet auf dieser Seite:

https://www.freiepresse.de/meinungen/umfragen/abstimmung-zum-erzgebirgs-wort-des-jahres-2022-voting1303

Einsendeschluss ist der 1. November, die festliche Abschlussveranstaltung steigt am 13. November im Volkshaus Thum.

Das sind die Finalisten:

bereimelt (mit Reif besetzt)
Mutworf (Maulwurf)
Saachwammis (Ameise)
Poninich (Pfingstrose
Rannelwatter (schönes Wetter, um mit dem/der Liebsten rauszugehen und….)
Meinzele (Blütenknospen der Salweide, Kätchen)
Heipfaar (Grashüpfer/Was ist das für ein Trottel!)
treich (trocken)
nausbelzen (an die frische Luft schicken)
Viechgokel (Person mit großem Sachverstand von Tieren)

Zudem wird erstmals auch nachgefragt, welches Wort unbedingt als Begriff erhalten bleiben sollte. Diese vier Vorschläge zählt die Jury als im Sprachschatz als bedroht an:

Faustpenzel (großes Schnapsglas)
Zengstnaus (langer, schlanker Mensch)
Faunz (Schelle, Ohrfeige, Lüge)
krampet (verkrampft)