Wünsche: Einladendes Cafe und Grünes Klassenzimmer

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Mit einer kleinen Feierrunde das Projekt eines Vorab-Welterbezentrums in Freiberg abgeschlossen. Die von den Silberstädtern geborene Idee einer Welterbe-Galerie ist von Oberbürgermeister Sven Krüger, rechts symbolisch an Steve Ittershagen, Geschäftsführer des Welterbe Montanregion Erzgebirge e. V. weitergegeben worden. Foto: Christof Heyden

Das Projekt der Freiberger Popup-Galerie wird jetzt in andere Bergstädte getragen. Die Einheimischen und Gäste sind aufgerufen, ihre Vorschläge an vier entstehende Welterbezentren zu formulieren.

Freiberg. Die Silberstädter verstehen zu feiern, aber auch vorausschauend zu planen: Stunden vor dem Start des Bergstadtfestes vollzogen die Freiberger Stadtväter mit aufgeschlossenen Bürgern das Finale der Popup-Galerie zum Welterbevorhaben Montanregion. 14 Tage lang öffnete an der Burgstraße ein Vorab-Begegnungszentrum, in dem zum Aufbau eines Welterbe-Besucherzentrums informiert wurde. Zugleich riefen die Stadtväter die Freiberger und Gäste auf, ihre Erwartungen und Wünsche an diese Erlebnis- und Informationsstätte zu formulieren.

„Wir haben rund 1.000 Besucher gezählt, die mit uns aufgeschlossen ins Gespräch gekommen sind“, zeigte sich Oberbürgermeister Sven Krüger mit der Resonanz sehr zufrieden. „Unsere Idee, Aufmerksamkeit für dieses Vorhaben zu wecken, hat gefruchtet. Wir konnten unsere Vorschläge an die Gäste heranbringen und haben eine Vielzahl Anregungen erhalten.“
So mancher Hinweis dürfte die Ideen der Erbeplaner bereichern bzw. sie in ihren Überlegungen bestärken. Neben dem zu stillenden Informationsbedarf zu den Standorten des Welterbes in Freiberg wünschen sich die Befragten auch den Erholungswert. Und dafür steht in ihrer Gunst auch ein einladendes Cafe oben an.

M12 Tage lang waren Einheimische und Gäste aufgefordert, die Ideen der Planungsleute kennen zu lernen aber vor allem eigene Vorschläge zu unterbreiten. Erste Werbeelemente vermittelten auch einen gestalterischen Eindruck von dem Projekt, welches 1924 in der Petersstraße eröffnet werden soll. Foto: Christof Heyden

„Interessant ist genauso der Hinweis, unsere Präsentation auch in Form eines Grünen Klassenzimmers anzulegen. Nicht nur Theorie, auch Praxiselemente sollten vermittelt werden“, fügt Sven Krüger hinzu. Zu den Vorschlägen zählt ebenso, dass Funktionsmodelle der früheren Bergbetriebe gezeigt werden. Angeregt wird, in der Stadt ebenso eine bergbauliche Schnitzeljagd mit Elementen des Geocaching anzubieten.

Ziel der Silberstädter ist es, 2024 das Welterbezentrum in einem Gebäudekomplex an der Petersstraße zu eröffnen.
Mit der Übergabe eines Schildes als symbolischen Staffelstab wird jetzt die Idee der Popup-Galerie ins Erzgebirge getragen. Weitere Bergstädte sollen diese mit ihren Hinweisen und Idee bereichern helfen. Oberbürgermeister Sven Krüger überreichte das Bergbau-Motivbild an den Geschäftsführer des Vereins Welterbe Montanregion Erzgebirge e. V. Steve Ittershagen.