Im Auer „zoo der minis“ ist Brüten Männersache

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Der Palawan sitzt im Nest auf den Eiern. Foto: Zoo der Minis / Bärbel Schroller

Aue. Im Auer Tiergarten „zoo der minis“ herrscht in diesem Jahr verkehrte Welt. Bei den Emus ist es laut Zoochefin Bärebl Schroller vollkommen normal, dass der Hahn brütet. „Doch dieses Jahr zeigen sowohl der Palawan Fasanhahn als auch der Temminck Tragopanhahn ihr Können. Eigentlich ist diese Nachwuchspflege bei beiden Tierarten ausschließlich den Hennen vorbehalten, das war auch im Auer Tiergarten bisher immer so.“

Der Palawan Pfaufasangehört zu einer kleinen Fasanenart, die es nur auf der philippinischen Insel Palawan gibt. Bei den Palawans sehen die Männer viel farbenfroher und prächtiger aus als ihre Frauen. Ihre Heimat ist die Insel Palawan auf den Philippinen, sie werden 40 bis 50 cm groß und bringen es mit einem Gewicht von 322 bis 450 Gramm auf eine Lebenserwartung von 15 Jahren.

Der Temminck Tragopanist ebenfalls ein Fasan und fällt bei den Männer durch ein besonders farbenprächtiges Federkleid auf. Von den Menschen in ihrer Heimat haben die Temminck Tragopan den Spitznamen „Wawachi“-Vögel bekommen, weil die morgendlichen Rufe der Tragopane wie „Wa-wa-wa“ klingen. Ihre Heimat ist der Himalaja von Indien über Burma bis Tibet, Zentral-China und nördliches Vietnam. Sie sind etwa 60 cm lang und kommen daher auch gut bei Schnee und Kälte zurecht

Der Hahn Tragopan bei seinem Brüt-Job. Fotos: Tiergarten Aue/ Bärbel Schroller