Da hat selbst die Sperrgusche nix zu maulen

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De Sperrgusch am Fanster-so heißt ein Videoclip, den Hendrik Seibt, links, Conni Emmrich und Robby Schubert- allesamt ortsbekannte Typen ihrer Heimatgemeinde - gestalten. Drei selbst geschriebene Videoclips werden in Vorbereitung der 750-Jahr-Feier von Gelenau 2023 produziert. Foto: Christof Heyden

De Sperrgusch am Fanster – so heißt ein Videofilm, welcher ab dieser Woche im Vorprogramm des Kinos Gelenau über die Leinwand flimmern wird. Nicht die Weltstars aus Hollywood sind dabei in einem Bestseller im Erzgebirge zu erleben.

Gelenau. Vielmehr rücken ortsbekannte Typen Gelenaus in den Fokus der Kamera. Hendrik Seibt, Conni Emmrich und Robby Schubert zählen zu den Akteuren, die in insgesamt drei Videoclips in Szene gesetzt werden. „Diese haben wir in Vorbereitung unserer 750-Jahr-Feier 2023 produziert. Wir wollen unseren Mitbürgern schon jetzt ein bisschen Freude für dieses Ereignis bereiten“, erklärt Hendrik Seibt. Der gehört mit Robby Schubert zugleich zu den Autoren der jeweils knapp drei Minuten langen Kurzfilme.

In Slapstick-Manier greifen die Filmemacher drei nicht alltägliche Geschehnisse in ihrem Heimatort auf und verarbeiten sie in erzgebirgischer Mundart. Im Sommer des Vorjahres hatten sich die zwei Gelenauer an die Erarbeitung der Spielszenen gemacht und mit dem Filmemacher Dietmar Hösel aus Flöha einen renommierten Fachmann für die Umsetzung gewinnen können. In den zurückliegenden Herbsttagen gingen die coronakonformen Dreharbeiten über die Bühne.

Conni Emmrich, Hendrik Seibt und Robby Schubert sind in Gelenau als Leinwand-Akteure zu erleben. Foto: Christof Heyden

Neben dem DDR-Museum und der Bergschänke Frohnau diente das Rathaus als Kulisse der Handlung. Hier ratterte beispielsweise unter Taschenlampen- und Kerzenlicht zu nachtschlafender Zeit ein Bohrhammer im Gewölbekeller. Drei Spitzbuben waren mit ihrem Brechwerkzeug eingedrungen, um einen vermeintlich seit Jahrhunderten eingemauerten Schatz der Altvorderen zu stibitzen. Bergleuten gleich ausgerüstet, machten sich die Akteure am steinernen Fundament auf der Suche nach den in einem Hohlraum versteckten Kostbarkeiten zu schaffen.

Conni Emmrich, Robby Schubert und Hendrik Seibt greifen in Slapstick-Manier Geschehnisse im Ort auf und verarbeiten sie in erzgebirgischer Mundart. Foto: Christof Heyden

Besucher des Kinos aber auch Nutzer der digitalen Webkanäle der Gemeinde werden demnächst die gesamte Geschichte samt Happyend dieses heiteren Video-Coups erfahren. „Die Beiträge sind jetzt fertig gemischt worden und ein erster Probelauf für die Mitwirkenden hat soeben im Kino stattgefunden. Schon erstaunlich, sich so riesengroß über die Leinwand flimmern zu sehen“, zeigte sich Hendrik Seibt am Freitag vom Ergebnis des kreativen Gemeinschaftswerk angetan. Jetzt sind die Gelenauer auf die Reaktionen ihrer Nachbarn gespannt.