Ob als Krimi oder Moritat – so schmeckt das Welterbe

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Journalist Uwe Simunek, links und Musikant Jörg Heinicke servierten in der Bergsicherung Schneeberg unterhaltsame Kost rund um die Montanregion und die Welterbestandorte. Foto: Christof Heyden

Schneeberg. Das markante Treibehaus des Schachtes Weißer Hirsch in Schneeberg erwies sich als urige Kulisse eines stimmungsvollen musikalisch-literarischen Leseabends. Im Rahmen des neuen Veranstaltungsformats „Schatten über dem Erzgebirge“ und seiner dritten Themenreihe machte die Lesetour im Objekt am Standort der heutigen Bergsicherung Schneeberg am Donnerstag Station.

Im Sinne der von der Baldauf Villa Marienberg organisierten Projektidee, allen 22 Welterbe-Standorten des sächsischen und böhmischen Erzgebirges eine Krimigeschichte zu widmen, gestalteten der Autor Uwe Schimunek aus Leipzig und der Buchholzer Musikant Jörg Heinicke den launischen Abend.

Schimunek als Journalist und Autor tätig, setzt in seinem Beitrag die Welterbestätte Bergbaulandschaft Eibenstock in Szene und trug seinen Kurzkrimi „Das Versteck in der schwarzen Binge“ vor. Der über Erzgebirgsgrenzen hinaus geschätzte Musikant Jörg Heinicke wusste der literarischen Kost seine vergnüglichen musikalischen Anekdoten beizusteuern. Ein unterhaltenswerter Abend, der durchaus mehr Publikum verdient gehabt hätte.

Indes, weitere 20 Welterbe-Stationen werden in Zukunft noch in den Blickpunkt der musikalischen Lesetour gerückt werden. So sind neuerliche Zusammenkünfte von Autoren, Musikanten und Publikum in Lauta/Marienberg im Pferdegöpel und in der Olbernhauer Saigerhütte terminiert.
Die Premiere der Welterbe-Lesereihe erlebte in der Vorwoche ebenfalls Schneeberg, als Claudia Puhlfürst und Ralf Alex Fichtner den Standort Hoher Forst bei Kirchberg in den musischen Fokus rückten.

Ein Veranstaltungsmitschnitt ist in der Rubrik Videobeiträge von erzgebrige.tv zu erleben.

Uwe Simunek, vorn, liest und Jörg Heinicke musiziert – dieser künstlerische Mix wusste am Donnerstag in Schneeberg zu begeistern. Foto: Christof Heyden