Millionenbetrag für die Bergschadenssanierung im Erzgebirge

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Auch diese Sondierungsbohrungen am Vogelschacht in Niederwürschnitz dienten der Aufarbeitung von Bergbaufolgen. Der Riss wurde geschlossen und versiegelt. Archivfoto: Christof Heyden

Schwarzenberg.  16,2 Millionen Euro hat der Freistaats Sachsen im vergangenen Jahr investiert, um im Erzgebirgskreis Schäden aus dem Altbergbau zu sanieren. Darüber informierte CDU-Bundestagsabgeordneter Alexander Krauß, der eine entsprechende Anfrage beim Wirtschaftsministerium gestellt hatte. 2020 wurden im Landkreis 52 neue Schadstellen entdeckt, in ganz Sachsen waren es 114. 

Abgeschlossen wurde die Sanierung des Johannes-Stollns und des Dreifaltigkeit-Stollns in Seiffen. Die Gesamtkosten betrugen 6,5, Mio. Euro. Für 3,7 Mio. Euro wurde der Vertrauen-Schacht in Oelsnitz/Erzgebirge gesichert.
Großprojekte waren außerdem am Kirchplatz in Schneeberg (1,8 Mio. Euro), ein Tagebruch an der Blauenthaler Straße in Sosa (1 Mio. Euro) und die Verwahrung eines Altbergbaus unter dem ehemaligen Kloster in Annaberg-Buchholz (600.000 Euro). 

„Der Bergbau hat dem Erzgebirge Wohlstand und seine Identität geschenkt, aber auch alte Grubenbaue, deren Lage häufig unbekannt ist“, sagte Krauß. Es sei gut, dass sich der Freistaat um die Verwahrung kümmere, damit keine Gefahren von den unterirdischen Hohlräumen ausgehe.