Chemnitz einstimmig als Kulturhauptstadt 2025 bestätigt

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Die Fahnen der Kulturhauptstadt 2025 sind vor dem Chemnitzer Rathaus aufgezogen, doch eine finale Entscheidung der deutschen Kultusminister steht noch immer aus. Foto: Christof Heyden

Update von Montag, 11. Januar 2021: Chemnitz wird als Europäische Kulturhauptstadt bestätigt. Nachdem die definitive Entscheidung durch die Kultusminister im Dezember noch verschoben wurde, gab die Runde heute in ihrer Sitzung endgültig grünes Licht.

Die Entscheidung wurde zunächst aufgeschoben, weil das Vergabeverfahren in die Kritik geraten war. Darüber ist laut Medienberichten erneut diskutiert und die aufgeworfenen Fragen geklärt worden. Das nun doch einstimmige Votum wird als „ganz klares Signal“ aller Bundesländer für Chemnitz als Kulturhauptstadt 2025 gewertet. Laut Mitteilung solle zukünftig der Auswahlprozess nachhaltiger transparent gestaltet werden.

Chemnitz legte unter dem Motto „C the Unseen – European Makers of Democracy“ das überzeugendste Konzept vor. Mit dem setzte sich die Stadt gegen Hannover, Hildesheim, Magdeburg und Nürnberg durch. Zudem waren vordem die sächsischen Mitbewerber Dresden, Gera und Zittau ausgeschieden.

Chemnitz/Berlin. Nachdem Kritik am Vergabeverfahren laut geworden ist, schiebt die Kulturministerkonferenz der Länder die ursprünglich angestrebte Entscheidung in den Januar 2021 auf, ob sie das Votum der internationalen Auswahljury mittragen und für Chemnitz als Europäische Kulturhauptstadt 2025 stimmen wird.
Bis dahin soll ein Gesprächsangebot der Jury über das in Medien in die Kritik geratene Vergabeverfahren wahrgenommen werden. Demnach hatte Bayern für die Sitzung des Gremiums am Mittwoch angekündigt, bei einem sofortigen Votum für Chemnitz mit einer Enthaltung zu reagieren.
Die Zeit solle genutzt werden, Zweifel an der Ernennung auszuräumen und das Vergabeprozedere noch einmal zu beleuchten.

Der Vorwurf: Machen immer dieselben Kulturmanager den prestigeträchtigen Titel einer Kulturhauptstadt unter sich aus? Vorbehalte sind laut geworden, dass der Vergabewettbewerb intransparent sei. Laut Aussage bundesweit agierender Medien bestünden Interessenkonflikte bei beteiligten Jurymitgliedern.

Chemnitz hatte sich am 28. Oktober unter fünf deutschen Bewerberstädten für das Kulturhauptstadtjahr 2025 durchgesetzt.