Acht Bürgermeister laden zwölf KünstlerInnen ein

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Das Siebenschlehner Pochwerk zählt im Raum Schneeberg zu den Besuchsstätten der Berliner Künstler, die für die Kulturhauptstadt Chemnitz und die Region Erzgebirge Werbung machen sollen. Foto: Christof Heyden

Schneeberg. Chemnitz und die Region haben sich um den Titel ‚Europäische Kulturhauptstadt 2025‘ beworben. 28 Städte und Gemeinden zwischen Freiberg und Schneeberg, Limbach-Oberfrohna und Augustusburg unterstützen jetzt die Chemnitzer Bewerbung.
Der Radtour am zurückliegenden Freitag, wo 39 Radfahrer unterschiedlicher Sportvereine aus Chemnitz und der Region nach Berlin starteten, um am Brandenburger Tor das finale zweite Bewerbungsbuch zu überreichen, sollen nun Aktionen im Erzgebirge folgen. Damit will man auch dem darin verankerten millionenschweren Programm für das Erzgebirge und der Region Rechnung tragen.

Oberbürgermeister und Bürgermeister der Städte Annaberg-Buchholz, Aue-Bad Schlema, Augustburg, Freiberg, Limbach-Oberfrohna, Oelsnitz und Mittweida laden insgesamt zwölf internationale Künstlerinnen und Künstler aus der Kunstmetropole Berlin zu kurzen Stippvisiten ein, um die Region vorzustellen.

Für das Jahr 2025 ist ein großer, viele Städte der Region verbindender, nachhaltiger Skulpturen-Parcour geplant, in dessen Zentrum Arbeiten von KünstlerInnen wie Tony Cragg, Leiko Ikemura, Alicia Kwade, James Turell, Sosnowska oder Leonora Salihu stehen werden. Silber, Zinn, Eisen, Kaolin und Kobalt, Kohle und Uran werden zur Kunst, die Lichtmetaphern der Bergleute zu ihrem Material.

An der Reise selbst beteiligen sich die Bildhauerinnen Uli Aigner aus Österreich, Christina Doll und die in Rostock geborene und in London arbeitende Karolin Schwab. Die Fotografie wird von der Russin Anastasia Khoroshilova, dem Israeli und Vertreter der ‚Dritten Generation‘ Benyamin Reich sowie dem in Karl-Marx-Stadt geborenen Andreas Mühe vertreten. Die künstlerischen Medien Video und ‚Konzept‘ werden von Donata Wenders, Konrad Mühe und der türkischen Künstlerin Cokcen Dilek Acay besetzt.

St. Annen wird zum Besuchsprogramm der Berliner Künstler im Erzgebirge gehören. Foto: Christof Heyden

Am Dienstag sind beispielsweise der Besuch des Doms und Tulpenaltar in Freiberg geplant In Mittweida zählt ein Besuch der Hochschule zum Programm.
In Augustusburg wird es im Treffen mit Bürgermeister Dirk Neubauer ums Waldsterben und Waldretten gehen.

Beim Besuch von Annaberg-Buchholz am Mittwoch werden Künstler St. Anna und den Annaberger Altar kennen lernen. Zudem geht es in den Gößner, in der Silbermine gibt es ein Treffen mit Bürgermeister Rolf Schmidt.
In Aue-Bad Schlema gehört eine Begegnung im Blauer Engel mit Oberbürgermeister Kohl zum Programm. Der Besuch gilt ebenso dem Haus Aktivist, samt dem Thema Wismut.

St. Wolfgang steht beim Treffen in Schneeberg auf dem Plan, der Cranach-Altar wird bewundert.
In Oelsnitz geht es in den Karl-Liebknecht-Schacht und in Limbach-Oberfrohna folgt die Führung durch das Esche-Museum.