Busfahrer verkaufen wieder Tickets

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Geschäftsführer Michael Tanne (am Lenkrad Dietmar Heinold) zeigt die Nachrüstung zum Schutz der Busfahrer: Derzeit werden die Busse mit Trennwänden versehen. Schritt für Schritt erhalten alle Fahrzeuge diesen speziellen Plasteschutz mit einem Fenster zur Abfertigung. Foto: Christof Heyden

Nachdem die Verkehrsunternehmen seit einer Woche die Normalfahrpläne anbieten, sollen ab heute auch wieder die Tickets in Bussen beim Fahrer erworben werden können. Dafür wurde umgebaut.

Chemnitz/Mittweida. Corona führte zu Beeinträchtigungen im öffentlichen Personenverkehr. So blieben die Vordertüren geschlossen, wurde der Ticketverkauf beim Fahrer eingestellt. Ab heute starten die Unternehmen schrittweise wieder mit dem gewohnten Prozedere und Dienstleistungen. Mit 1. Mai öffnen sich die ersten Vordertüren bei Bussen von CVAG, RBM, RVE, RVE und SVZ. Die Umstellung beginnt schrittweise mit einem Teil der Fahrzeuge. Bis Ende des Monats sollen möglichst alle Busse auf Vordereinstieg umgerüstet sein. Angestrebt ist eine Schutzfolie/Trennscheibe an der Fahrerkabine zum Schutz des Fahrers. Unabhängig davon gibt es die Möglichkeit des Ticketkaufs an den wieder öffnenden Vorverkaufsstellen und beim Handyticket Deutschland. Die Eisenbahnunternehmen City-Bahn Chemnitz, Erzgebirgsbahn und Freiberger Eisenbahn fahren bereits nach Normalfahrplan und kontrollieren Tickets.

Bitte hinten einsteigen lautet die Devise auch bei Regio-Bus Mittweida. Jetzt darf wieder vorn beim Fahrer eingestiegen werden. Foto: Christof Heyden

Mit voller Kraftfahrermannschaft ist auch die Regio-Bus Mittelsachsen Mittweida wieder in die Arbeitswoche gerollt. „230 Kollegen haben ihren Dienst aufgenommen, nachdem wir seit Mitte März Corona-bedingt den Ferienfahrplan umgesetzt haben. Dabei handelte es sich um einen regulären Fahrbetrieb, indes umfasste der knapp 25 Prozent weniger unserer Beförderungsangebote und es waren rund 50 Busfahrer weniger im Einsatz“, so Geschäftsführer Michael Tanne. „Der Forderung der Behörden, dass für die Beförderung Mundschutz zu tragen ist, wird von den Kunden wahrgenommen, in einigen Regionen besteht aber noch Handlungsbedarf.“
Die zurückliegenden Tage haben die Verkehrsdienstleister genutzt, den Einbau von Trennscheiben zwischen Buskabine und Fahrerstand voranzubringen. „Schrittweise rüsten wir alle unsere Fahrzeuge damit aus“, so Michael Tanne. „Die spezielle Plastekonstruktion mit einem Ausschnitt für den Fahrscheinverkauf soll den Schutz unserer Kollegen verbessern.“