Wo der Striegisdackel seine Runden dreht

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Der Bahnhof Langenau erweist sich als kleine Schatzkammer von Zeitobjekten und Doklumenten der regionalen Eisenbahngeschichte. Im Rahmn der Modellbahntage können die Sammlungsstücke begutachtet werden. Foto: Christof Heyden

Eisenbahnfans und Modellbauer kennen im Februar jeden Jahres ein wichtiges Ziel: Auf geht es zu den „Langenauer Modellbahntagen” im Brand-Erbisdorfer Ortsteil Langenau.

Langenau. Quirliges Leben wird ein Wochenende lang auf dem sonst vor der Öffentlichkeit verwaisten Komplex des Bahnhofs Langnau herrschen: Am letzten Februarwochenende öffnet der hier ansässige Modellbahnverein seine Bahnhofstore: Am 22. Februar von 10 bis 18 Uhr und am 23. Februar in der Zeit von 10 bis 17 Uhr herrscht Fahrbetrieb in den Gemäuern des einstigen Verkehrspunktes.
Seit der Wende wird das ehrgeizige Ziel verfolgt, an ein regionales Kapitel der Eisenbahngeschichte zu erinnern und das Modellbauhobby zu pflegen. Das 1990 gefeierte 100-jährige Jubiläums der Strecke Freiberg – Brand-Erbisdorf – Langenau inspirierte tatkräftige Einheimische. Mit der Gründung der Interessengemeinschaft Langenauer Eisenbahnfreunde im September 1993 erhielt das Projekt die Basis. Mit dem Kauf des Objektes im Dezember 1996 nahm die Vereinsarbeit tüchtig an Fahrt auf.

Nicht nur mit der aufgearbeiteten motorisierten Handhebeldraisine „Striegisdackel“ und dem Projekt einer personenbefördernden Gartenbahn sorgten die Langenauer für Schlagzeilen. Die Interessengemeinschaft bietet Interessierten die Gelegenheit, beispielsweise die umfangreiche Sammlung eisenbahnhistorischer Uniformen zu bestaunen, wie Ausrüstungsgegenstände und Eisenbahnunterlagen zu begutachten sind.

Klar, das verschiedene Modellbahnprojekte vorangetrieben werden, etwa die einer transportablen Großanlage in der Spur N. Auch zwei Kinderspielanlagen in der Baugröße H0 und eine Nachbildung des Bahnhofes Langenau in der Spur TT sind vorhanden.

Als Meilensteine der Vereinsarbeit gelten etwa das 1. Bahnhofsfest mit Eröffnung der „Traditionsstätte der Eisenbahn“ im September 1995, die 1. Modelleisenbahn- und Blechspielzeugschau mit 1.300 Besucher und das 2. Bahnhofsfest 1996. Beim 3. Bahnhofsfest im September 1997 erfolgte die Einweihung des Signalgartens.