„Wir schwimmen im goldenen Mittelfeld“

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In Chemnitz gingen für Oederan bei den Männern Henrik Lorenz (v.l.), Paul Schatz und Elias Oehme sowie bei den Frauen Franziska Fischer (l.) und Cora Lantzsch an den Start. Foto: Mario Steinebach

Chemnitz/Oederan. „164 Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmer aus 13 Kreisverbänden starteten am letzten Samstag bei unserem 29. Wasserwachttag. Das Starterfeld war im Vergleich zum Vorjahr sogar etwas größer, was uns sehr freut“, bilanziert Michael Birkner von der Wasserwacht Chemnitz, die zum Wettkampf in die Schwimmhalle im Chemnitzer Sportforum eingeladen hatte. Unter den Teilnehmenden waren auch fünf Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmer der Oederaner Wasserwacht, die innerhalb des DRK Kreisverbandes Freiberg agiert. In der Mannschaftswertung kämpfte sich das Team wie im Vorjahr auf den sechsten Platz. Insgesamt traten 13 unterschiedlich große Teams aus Sachsen und Thüringen in sieben Altersklassen – getrennt nach Frauen und Männern – an. Die Einzelplatzierung in der jeweiligen Altersklasse ergibt sich durch die Summe aller Zeiten, welche ein Schwimmer benötigt, um drei verschiedene Disziplinen zu absolvieren.

Eine Schwimmerin und zwei Schwimmer aus Oederan erreichten TopTen-Platzierungen in ihrer Altersklasse und holten so wertvolle Punkte für die Teamwertung: Paul Schatz schwamm in der Altersklasse 4  (15 bis 17 Jahre) auf Platz 2 und überzeugte mit sehr guten Ergebnissen über die 50-Meter-Distanz beim Retten und Tauschen. Für den Mannschaftskapitän war es im Vergleich zum Vorjahr eine Leistungssteigerung um sieben Plätze. Sein Mannschaftskamerad Henrik Lorenz kämpfte sich in dieser Altersklasse auf Platz 10. Neuling Franziska Fischer erreichte in der Altersklasse 6 (25 bis 34 Jahre) Platz 2.

„Unsere Teilnahme am Wasserwachttag stand fast auf der Kippe, da einige Leistungsträger krankheits- und arbeitsbedingt ausfielen und so das Team auf fünf Aktive zusammenschrumpfte“, berichtet Kai Hertwig von der Oederaner Wasserwacht. Deshalb sei er froh, dass am Ende in der Mannschaftswertung überhaupt ein sechster Platz erreicht werden konnte. „Wir schwimmen im goldenen Mittelfeld und das ist angesichts der Tatsache, dass die Siegermannschaften aus dem Chemnitzer Umland, aus Chemnitz und aus Sömmerda schon seit Jahren über nahezu alle Altersklassen hinweg viel breiter aufgestellt sind und damit bei Wettkämpfen mehr Punkte in der Teamwertung herausschwimmen können, eine äußerst beachtliche Leistung.“ Man wolle deshalb in der Oederaner Wasserwacht auch nicht nach den Sternen  greifen. „Wir möchten natürlich auch weiterhin, dass das Ehrenamt auch Spaß macht. Sportlich Erfolge sind natürlich die Krönung, über die sich jede Wasserwacht freut“, so Hertwig.

Beim Wasserwachttag in Chemnitz sammelten neben Franziska Fischer auch Elias Oehme erste Wettkampferfahrungen und konnten so gut erkennen, wo sie leistungsmäßig stehen. „Für viele andere Mitglieder der Oederaner Wasserwacht ist das gute Abschneiden unseres Teams zugleich Ansporn, sich im Training weiter zu engagieren. Wer sehr leistungsbereit ist und sich fördern und damit auch fordern lassen möchte, wird von mir über das gesamte Jahr hinweg auf Wettkampf-Höhepunkte vorbereitet“, sagt Hertwig. Zugleich verbessere sich mit jeder Trainingseinheit auch die Rettungsschwimmer-Praxis, worauf es bei einer Wasserwacht naturgemäß auch ankomme.

Übrigens: 2019 haben die Oederaner noch einen weiteren Erfolg erzielt, so erkämpften sie beim 13. Jena-Pokal mit einer beachtlichen Gesamtpunktezahl bei den Juniorenteams Platz 3 und damit das Siegerpodest.