Spurensuche in der Montanregion

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Freiwillige aus der ganzen Welt unterstützen den Erhalt des montanhistorischen Erbes im Erzgebirge und lernen die Bewerberregion vor Ort kennen.

Schneeberg. Das UNESCO-Welterbe-Projekt Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří fördert den interkulturellen Dialog: Im Rahmen der Bewerbung zum UNESCO-Welterbetitel fand jetzt zum zweiten Mal im Erzgebirge ein internationales Freiwilligenprojekt statt. Das diesjährige Projekt in Schneeberg stand dabei unter dem Motto des Europäischen Kulturerbejahres 2018 “Sharing Heritage”, welches Teil des European Heritage Volunteers Projekts zur Entwicklung modellhafter Beispiele für Freiwilligenprojekte in verschiedenen Bereichen des Europäischen Kulturerbes ist.

Vom 28.07. bis 10.08. wurde mit Projekt Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří eine Brücke zwischen jungen Leuten aus der ganzen Welt geschlagen. Sie unterstützten hiesige Akteure bei der Pflege und Erschließung nominierter Welterbe-Objekte. Als freiwillige Helfer engagierten sie sich für Erhaltungsmaßnahmen in der Fundgrube Wolfgangmaßen (Schneeberg) und packten im Blaufarbenwerk Schindlers Werk (Zschorlau) mit zu. Sie konnten damit künftiges Weltkulturerbe hautnah zu erleben.

Professor Helmuth Albrecht gilt als der Impulsgeber für das Erbeprojekt Montanregion Erzgebirge. Archivfoto: Christof Heyden

Neben den Arbeitseinsätzen starteten die 20 bis 30-Jährigen, die unter anderem aus Bulgarien, Frankreich, Mexiko, Portugal, den USA, Brasilien, China, Hongkong und Taiwan kamen, Bildungsexkursionen durch die Bergstadt Schneeberg und Umgebung.
Organisiert wurde das Projekt gemeinsam vom Institut für Industriearchäologie, Wissenschafts- und Technikgeschichte (IWTG) der TU Bergakademie Freiberg und European Heritage Volunteers, in Zusammenarbeit mit weiteren Partnern.

European Heritage Volunteers hat in den vergangenen zwei Jahrzehnten mehr als 200 vergleichbare Projekte organisiert, an denen fast 2.000 freiwillige Helfer aus 67 Ländern teilgenommen haben. (Sabine Schulze)