Mit Strauß in die Sommernacht

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Stimmungsvolles Konzert zugunsten sozialer Projekte auf der Waldbühne Augustusburg. Zum 6. Mal vom Lionsclub organisiert. Foto: Christof Heyden

Ein Hauch Wiener Schmäh begeisterte das Publikum in Augustusburg. Von Zigeunerbaron bis Fledermaus, so das dem Walzerkönig Johann Strauß gewidmete Programm.

Augustusburg. Und das hatten die Mitglieder des gastgebenden Lionsclub Flöha/ Augustusburg auf die Bühne gestellt. Und das war so recht nach dem Geschmack des reichlich 600 Gäste zählenden Auditoriums. Die Akteure um die Programmgestalter des Lionsclub Matthias Bantay und Werner Sieber waren selbst mit den Wettermachern im Bunde und stellten erneut eine rundum gelungene Benefizgala in den Kurpark. Zu den Trümpfen des Gastspiels zählte die Aufstellung spiellauniger stimmgewaltiger Solisten. Die sorgten für Augen- und Ohrenschmaus: Katharina Boschmann (Sopran), Sonja Maria Westermann (Sopran) und Tommaso Randazzo (Tenor) wussten ihre Fans begleitet von der Erzgebirgischen Philharmonie Aue unter Leitung von Naoshio Takahashi mit dem Auftakt an ihrer Seite.

Begeisterten mit ihren Darbietungen: Sonja Maria Westermann, Tommaso Randazzo und Katharina Boschmann. vl. Foto: Christof Heyden

Während der japanische Generalmusikdirektor Taktstock führend die spielende Mannschaft zu Klangesleistungen herausforderte, wusste Heike Leschner in bewährter Manier quasi als Fanbeauftragte am Mikrofon die Zuschauer zu informieren. Und da wusste die exzellent präparierte MDR-Moderatorin so manche Geschichte aus dem berühmten Nähkästchen zu erzählen. Wie war das seinerzeit am kaiserlich-königlichen Hofe zu Wien? Ein bisschen Tratsch und Klatsch als Hintergrundinformationen ließen die dargebotenen Stücke und deren Entstehungsgeschichte noch verständlicher werden.

Die mitreisenden Melodien ließen längst nicht nur die Herzen der Gäste höher schlagen, rhythmischer Beifall durchwob die Bankreihen, der spätestens mit den Zugaben zum Orkan anwuchs. Szenen, wie nach den legendären Neujahrskonzerten in Wien. Beim finalen Radetzky-Marsch gab es auch in Augustusburg kein Stillehalten und -sitzen mehr, mit einer Klatschwoge wurden die Künstler bei aufgewühltem Kreislauf entlassen. Mehr als zwei Stunden erlebten die Gäste ein mitreißendes Spektakel, welches durchweg für Kurzweil sorgte.

Reichlich 600 Besucher folgten der Einladung in die Kulisse Waldbühne. Foto: Christof Heyden

Verdienter Beifall brandete nicht minder für das Engagement der Gastgeber auf. Im zurückliegenden Jahr unterstützte die Initiative von reichlich 20 Mitstreitern des Lions-Clubs zehn Projekte in der Sozialarbeit. Davon profitierten beispielsweise Sportvereine in Augustusburg und Erdmannsdorf, die Kirchenjugend, der Verein zuckerkranker Kinder. „Mit dem am heutigen Abend eingespielten Geld füllen wir unseren Spendentopf wieder auf“, zeigte sich Werner Sieber nicht minder vom Verlauf und aufgeschlossenem Publikum angetan.