Wenn Wanderer zwischen grünen Bäumen unerwartet Kaffeeduft schnuppern.


Wandert man von Kühnheide aus entlang des im siebzehnten Jahrhunderts küntlich angelegten Bächleins "Grüner Graben" zum Katzenstein, kommt einem nach etwa der Hälfte des acht Kilometer langen Wanderweges unerwarter Kaffeeduft entgegen.

"Hier muss man einfach eine Kaffee" trinken, sagte sich der Kühnhaider Wanderfreund Steffen Konkol. "Ich habe hier als Wanderer selbst oft Rast gemacht. Dann kam mir die Idee, hier frischen Kaffee zu verkaufen. Na und da muss man überlegen, wie kannst Du das überhaupt technisch machen. Da war aber auch gleich von Anfang klar, du musst richtigen frischen Kaffee machen, richtig mahlen und aufbrühen."

Foto: Dietmar Hösel


Seit fast drei Jahren dreht nun der "Kurt", wie Steffen Konkol sich mit zweitem Vornamen nennt, mitten im Wald die Kaffeebohnen durch. In der schneefreien Zeit an den Wochenenden und an den Feiertagen, entfaltet er auf der hübschen Anhöhe gegenüber des "Weiberberges" seinen selbstgebauten Spezialfahradanhänger.

"Na mit dem Gewerbe da haben sie rumgeeiert, die wussten erst nicht richtig, als was sie es einordnen sollten. Aber das hat dann schon geklappt."

Zum frisch Gebrühten aus Guatamala verkauft er selbstgebackenen Kuchen, eine exklusive Mischung erzgebirgischen Kräutertees, Speckfettbemmen, Spreewalder Gewürzgurken, Vogelbeeschorle und selbstgemachte "Rucksackkekse".

"Was mir noch fehlt sind eine Frau und ein Esel. Der Esel kann auch schon ein wenig grau sein.", meint verschmitzt der gelernte Verkäufer.