Der Hammerbund erinnert an Johannes Schönherr, den legendären Hammerhansl. Der Hammerführer gab dem Technischen Denkmal 35 Jahre Herz und Seele.

Frohnau. Ein markanter Stein vom Pöhlberg, den eine gravierte Platte mit Inschrift ziert, erinnert jetzt an ein liebenswertes Original der Stadt: Johannes Schönherr, genannt der Hammerhansl. Aus Anlass des gestrigen 10. Todestages haben die Mitglieder des Hammerbundes Frohnau ihrem früheren Mitstreiter diesen Erinnerungsstein gesetzt. Nur einige Meter in Sichtweite von seiner einstigen Wirkungsstätte, dem Frohnauer Hammer entfernt, hat der Findling seinen Platz neben dem 2006 ihm gepflanzten Lindenbaum erhalten.

Dietmar Lang gehörte zu den Initiatoren, die den charaktervollen Zeitgenossen kannten und von ihm berichteten. Markenzeichen von Hammerhansl war ein Tirolerhut, übersät mit vielen angesteckten Abzeichen, dazu ein kariertes Hemd und eine Lederschürze. "1921 in Lichtenstein geboren bereitete er Millionen Gästen über Jahrzehnte hinweg heiter-informative Erlebnisse", so Lang. "Sein Name war untrennbar mit dem technischen Denkmal Frohnauer Hammer verbunden."
Im April 1956 habe der gelernte Weber und frühere Bohrmeister bei der Wismut als Museumsführer begonnen. Über 35 Jahre habe er sich für das technische Denkmal engagiert, dem historischen Objekt die Seele gegeben. Die generationenübergreifende Gästeschar verbinde ihr Interesse für die Sehenswürdigkeit gerade mit dem zünftigen Auftreten des Hammerhansls.

Die Stadt Annaberg-Buchholz würdigte dessen Engagement 1997 mit der Ehrenbürgerschaft. Das Land Sachsen ehrte das Original des Erzgebirges 2000 mit dem sächsischen Verdienstorden. Schönherr starb am 27. April 2007 in Annaberg-Buchholz.