Brigadeausflug nach Olbernhau - Ehemalige von "VERO" treffen sich zum Filmdreh am alten Standort.

Olbernhau. (RC) Aufstellen zum Gruppenfoto – MDR Autorin Kerstin Holl hat das Kommando über ehemalige VEROjaner übernommen.  
„Jetzt bitte alle in die Kamera schauen und nicht sprechen.“. Letzteres fiel den damaligen Kolleginnen und Kollegen des VEB Vereinigte Erzgebirgische Spielwarenwerke Olbernhau in diesem Moment nicht leicht. Sie hatten sich lange nicht gesehen und viel zu erzählen.



Angezettelt hatte das Treffen Katharina Scheithauer. Bei ihrem Vater, Bernd Scheithauer, dem Gestalter des legendären Baukastens VERO-Construkt, infizierte sie sich mit dem VERO Virus. Die diplomierte Designerin, selbst einst VERO Mitarbeiterin, hat einen Traum. Sie  möchte eine Sammlung über die einstige DDR Spielzeugindustrie aufbauen. In den letzten Wochen hat sie viel telefoniert, Briefe geschrieben, viele, viele Leute getroffen und sich den MDR geschnappt. In der Sendung „Umschau - Die vergessenen Orte der Arbeit“ soll auch die VERO Geschichte vorkommen.

Katharina Scheithauer möchte gern die VERO Geschichte aufarbeiten und allen zugänglich machen.


Für die Dreharbeiten am 30. September bat die Hobbyforscherin ehemalige VEROJaner nach Olbernhau an das Set. Achtundsechzig waren angereist und gaben ihr damit Recht. Noch ist die Geschichte lebendig, noch kann man sie aufschreiben, sie bewahren.  

Nach gefühlten dreißig Minuten war das Gruppenbild im Kasten und es durfte wieder geredet werden. Startschuss für einen Interviewmarathon. Alle wollten ihre Erinnerungsstücke in die Kamera von Götz Walter halten. Jeder wollte seine Geschichte erzählen.  Eberhard Tanneberger, ehemaliger Maurer und Betriebshandwerker, hat hinter seinem Hasenstall ein altes Schild hervorgekramt. Als ABM Kraft war er damals nach der Schließung des Werkes beim Ausräumen dabei und hat das Schild mitgenommen. Ein echte Leipziger Messegoldmedaille hatte Johannes Beer stibitzt. Als ehemaliger Werkzeugmacher für Spritzguss im Olbernhauer Stammbetrieb durfte er den abgewickelten Betrieb damals mit ausräumen. Kerstin Flade-Drechsel, die heutige Geschäftsführerin der Werkstätten Flade, Tochter des damaligen Entwicklungschefs Helmut Flade, zeigte mit leuchtenden Augen ein Kinderfoto von ihr auf der Verpackung eines Puppenstubenmöbels. 

„Mich faszinieren diese Leute mit ihren Geschichten. Ich stöbere auch gern in alten Gemäuern herum.“, schwärmt die Filmemacherin Kerstin Holl. Für die MDR Autorin sind solche Drehtage das Salz in der Suppe ihrer Arbeit.

Katharina Scheithauer hat das Filmteam noch den ganzen Tag begleitet. Ihr Fazit:  Danke, VERO - Leute und bis bald!

   
 
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