Neuhausen war am Wochenende Reiseziel für Fahrzeugbesatzungen einer nostalgischen Modellreihe. 20 Framo- Mobile präsentierten sich an ungewöhnlichem Ort den Blicken.

Neuhausen. Die großen hölzernen Burschen des Nussknackermuseums Neuhausen erhielten am Wochenende Besuch fahrbarer Gesellen: 20 Kleintransporter der Marke Framo gaben sich ein Stell-Dich-Ein. Die sächsische Interessengemeinschaft lenkten zur dritten organisierten Ausfahrt dieser Art ihre chromblitzenden Vehikel ins Erzgebirge.
Mit von der Partie auch Lutz Kunert und Junior Nick, die mit ihrem Liebhaberstück aus Döbeln herantuckerten. „Seitdem ich sieben Jahre alt bin, fasziniert mich das Hobby. Gemeinsam schrauben, putzen und fahren wir nun mit unserem knapp 50 Jahre alten Flitzer durch das Land, wir teilen uns quasi das Lenkrad", sagt Nick lachend. Mit 70 Stundenkilometern schnauften die beiden Schrauber über das Land, verbrauchen 12,5 Liter Gemisch auf 100 Kilometern. „Die Technik rollt und rollt, dies ist ein Trumpf dieser Autos", so Lutz Kunert. „Die Technik ist einfach, aber solide. Alles ist austauschbar, man kann vieles selbst reparieren." 1994 hat der Fahrlehrer den Wagen erworben. Seine Recherchen ergaben, dass er bis 1991 in Betrieb war, in einer Brunnenbaufirma eingesetzt wurde."

Aus vielen Regionen des Freistaats tuckerten die bestens präparierten Gemischfresser heran. Und das sehr zur Freude des Gastgeberteams um Uwe Löschner vom Nussknackermuseum. „Diesmal passt alles, das Wetter spielt mit, die Kraftfahrer sind ein munteres Völkchen und die Besucher nehmen aufgeschlossen dieses Angebot an." Für den traditionsbewussten Holzfachmann macht die Begegnung von Volkskunst und Technik Sinn. Schließlich sei eine Menge Holz im Spiel: die früheren Unterbauten und Karossenteile waren aus dem Naturmaterial wie die Figuren.