Sachsens einziges Literaturmuseum im ländlichen Raum erlebte die Preisverleihung des Kammweg-Literaturwettbewerbes 2017.

Hainichen. Im Gellert-Museum Hainichen wurde gestern die Auszeichnungsveranstaltung für den jüngsten Jahrgang des renommierten Vergleichs vollzogen. Ausgeschrieben waren Gedichte in Hochdeutsch oder der erzgebirgischen Mundart. Rund 50 Autorinnen und Autoren beteiligten sich am Wettbewerb, die fünfköpfige Fachjury wählte drei Preisträger aus.
Landrat Mathias Damm würdigte als stellvertretender Konventsvorsitzender des Kulturraumes Mittelsachsen/Erzgebirge in seiner Begrüßung den besonderen Charme dieses Projektes. „Im Vergleich mit den Preisgeldern der anderen nationalen Literaturpreise mag der Kammweg-Förderpreis mit seinem regionalen Bezug zum Erzgebirge – und seit diesem Jahr auch die gesamte Region Mittelsachsen – klein sein, aber dennoch ist er auf seine ganz eigene Art bemerkenswert. Er fordert jene Autorinnen und Autoren heraus, die sich mit unserer Region verbunden fühlen, sei es familiär als auch räumlich, sei es, weil sie hier geboren wurden oder noch immer hier leben."

Die Förderpreise 2017 erhielten:
Siegfried Straßner, geb.1959, Nürnberg
Ulf Großmann, geb. 1968, Dresden
Thilo Krause, geb. 1977, Zürich

Zusätzlich wurden weitere 7 Autoren und Autorinnen aus dem Erzgebirge und Mittelsachsen für die Teilnahme an einer Textwerkstatt ausgewählt, welche der Kulturraum als Anerkennung für schreibbegabte Autorinnen und Autoren, die sich am Wettbewerb beteiligt haben, organisiert.
Die Veranstaltung wurde musikalisch von den beiden Singersongwriterinnen Nadine Maria Schmidt und Susann Großmann aus Leipzig begleitet. (heha)
Foto: Veranstalter/Daniel Lorenz