Schwarze Zunft erobert Schwarzenberg

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Das 33. Treffen der Zunft der Nachtwächter und Türmer ist eröffnet – Lang ersehnter Wunsch der Einheimischen mit Glockenweihe erfüllt.

Schwarzenberg. Die Stadt Schwarzenberg ist von diesem Donnerstag bis zum Sonntag Gastgeber für das 33. Treffen der Europäischen Nachtwächter- und Türmerzunft. Mit einer Türmerstunde wurde das launige Treffen bei besten Wetterbedingungen heute in der Altstadt eröffnet. Oberbürgermeisterin Heidrun Hiemer begrüßte die 100 Nachtwächter und Türmer sowie deren Begleitpersonen. Die Glücksbringer reisten aus Dänemark, Tschechien, Österreich, Polen, Frankreich, Schweiz, Niederlande und allen Teilen Deutschland an. Den Auftakt nutzten die Gäste, der Stadt und ihren Einwohnern Grüße aus den jeweiligen Regionen zu überbringen. Stimmengewirr erfüllte den Platz, schaulustiges Publikum bestaunte die zumeist dunklen Gewänder, aber auch Laternen und Hellebarden.

Rund 100 Zunftbrüder erobern derzeit die Bergstadt Schwarzenberg. Foto: Christof Heyden

Mittendrin zieht Gerd Schlesinger die Fäden: Er ist der Gastgeber für seine Zunftbrüder. Mit der Eintragung ins Goldene Buch der Stadt wird sein Engagement gewürdigt. Ohne ihn, den Türmer von Schwarzenberg, hätte es das nicht gegeben. Und der eigentliche Höhepunkt für den engagierten Zeitgenossen wartet noch: Hoch droben auf dem Ratskellerdach werden schließlich zwei stolze neue Errungenschaften angeschlagen. Die Glocken, mit denen ein lang gehegter Wunsch der Stadt und seines Türmer in Erfüllung geht. Beide Exemplare wurden 2015 ins Innsbruck gegossen, mussten aber mit ihrem Klangspiel warten, weil der Glockenstuhl noch  gebaut wurde.
Schwarzenberg ist zum dritte Stadt der Region, die die Zunftbrüder empfängt. 2003 waren Chemnitz und 2006 Zwönitz die Austragungsorte.