Elise zeigt Playmobil

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Playmobil so weit das Auge reicht: In 52 Vitrinen sind auf einer Grundfläche von 124 Quadratmetern detailreiche Situationen gestaltet, darunter diese Marktszene. Foto: Cristina Zehrfeld

Eine Playmobilausstellung wird ab 24. März im Bergbaumuseum gezeigt. Mit viel Liebe zum Detail haben die acht Aussteller des Teams „Elise“ binnen drei Wochen 52 Vitrinen bestückt.

Oelsnitz – Ob Polizeistation, Feuerwehr, Jahrmarkt oder Krankenhaus – auf der Playmobilausstellung wird eine große Bandbreite des beliebten System-Spielzeugs zu sehen sein. Museumsleiter Jan Färber hat gute Gründe die Schau ins Bergbaumuseum zu holen: „Trotz des englisch klingenden Namens ist der Hersteller eine deutsche Firma. Zudem ist Hans Beck, der Chefentwickler von Playmobil, im nur 50 Kilometer entfernen Greiz geboren.“
Zusammengestellt wurde die Ausstellung unter Leitung von Museumsmitarbeiter Matthias Hempel von einem Team namens „Elise“. Im richtigen Leben arbeiten die acht Mitglieder als Kinderkrankenschwester, Ärztin, Informatiker, Kaufmann und Buchbinder. Sie alle sind private Sammler und Bastler. Doch gemeinsam bestreiten sie Playmobil -Ausstellungen in Museen, auf Playmobilbörsen und bei privaten Ausstellern. Die Schau im Bergbaumuseum ist die 48. und bislang umfangreichste Ausstellung von Elise. Unter dem Motto „Ein Lächeln zu Gast“ werden 52 Vitrinen mit insgesamt 124 Quadratmetern Fläche gezeigt. Die Schau erstreckt sich von der Lohnschalterhalle, über die Umformerhalle und deren Galerie bis zur bisherigen Dauerausstellung. Die größte Vitrine ist mit 11 Quadratmetern Grundfläche den Piraten vorbehalten. Das ist auch für die Haustechniker des Museums eine Herausforderung, denn die Vitrinen werden extra für die Schau gebaut. „Seit vier Wochen arbeiten wir daran, das ist eine echte Herausforderung“, bekennen Heiko Vieweger und Andreas Quitschau.
Auch fürs Team Elise ist Playmobil vor so einer Ausstellung eher Schwerstarbeit als Spielzeug. „Ich bin hier drei Wochen mit dem Aufbau beschäftigt. Das ist mein Jahresurlaub“ verrät Hendrik Schäper aus Münster. Der 32-Jährige hat seine Liebe zu Playmobil einst als Vierjähriger entdeckt. In Oelsnitz bestückt er insgesamt fünf Vitrinen. Neben originalen Bausätzen zeigt er eine riesige Ritterburg, die er nach eigenen Ideen, aber ausschließlich aus originalen Bauteilen zusammengesetzt hat.

Dieter Fiedler ist aus der Eiffel nach Oelsnitz gereist, um die Abenteuer der Karibik für die Playmobil-Ausstellung im Bergbaumuseum aufzubauen. Foto: Cristina Zehrfeld

Um eine stimmige Szenerie zu zeigen, legen die Mitglieder von Elise auch gern mal auf besondere Weise Hand an. „Bei einem angelnden Jungen musste ich die Beine etwas abschneiden, damit es wirkt, als stünde er wirklich im Wasser“, bekennt Dieter Fiedler aus der Eiffel mit einem Schmunzeln. Auch das untergehende Schiff in seiner Piraten-Vitrine wurde wirkungsvoll zurechtgeschnitten. Ein besonderer Hingucker der Schau verweist übrigens auch auf den Steinkohlebergbau: Ein rund acht Quadratmeter großer Schaukasten zum Thema „Zeche Maximilian“ zeigt die Arbeit unter und über Tage.

Service: Die Sonderausstellung „Ein Lächeln zu Gast“ wird am 24. März eröffnet. Am Tag der Eröffnumg ist der Eintritt bis 12 Uhr frei. Außerdem ist ein spezielles Programm für Kinder geplant. Zu sehen ist die Ausstellung bis zum 21. Oktober.