Wahrzeichen pulsierenden Lebens

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Ulf Oehme montiert die Leuchten an der Ortspyramide Gahlenz. Foto: Christof Heyden

Sie dreht sich wieder, die Weihnachtspyramide in Gahlenz. In einem Lagergebäude des Dorfmuseums übersommerte das Schnitzwerk, um nun seinen Adventsdienst anzutreten.

Gahlenz. Mit vereinten Kräften haben Mitglieder des Heimatvereins, der Schnitzgruppe und Arbeiter des Bauhofs das markante Wahrzeichen der Gemeinde auf dem Platz der Liebe aufgebaut. „1985 haben wir das Teil erstmals zum Drehen gebracht“, sagt Walfried Schulze, einer der gestandenen Schnitzer des Ortes. Die Idee für das Bauwerk habe seinerzeit Manfred Dittel geboren.

Mitglieder des Heimatvereins und der Schnitzgruppe um Wallfried Schulze, rechts vorn, bauen zusammen mit Bauhof-Mitarbeitern die Weihnachtsvariante ihrer Ortspyramide auf dem Platz der Liebe auf. Foto: Christof Heyden

Aufmerksame Beobachter können erkennen, welch pulsierendes Dorf die Kommune einst verkörperte. „Davon erzählen die Figuren im ersten Teller der mehrstöckigen Pyramide“ so Ulf Oehme, der die Stromkabel installierte, damit die Sparlichtlampen störungsfrei leuchten. „Drei Schmiede, Gärtner, Sattler, Dachdecker und Zimmermann hatten Arbeit, auch eine Kindergärterin ist dargestellt, die unsere jungen Leute betreute.“

Neben der symbolisch geschnitzten Urformation der Blaskappelle sind auch Klöppelfrauen und Schnitzer in der zweiten Etage vertreten. Der Landwirtschaft fühlt sich das zentrale Bild des Drehelements verpflichtet. Bauern treiben Schafe, Schweine und anderes Viehzeug durchs Dorf. Am 1. Advent wurde der offizielle Drehbetrieb aufgenommen.

Die Gahlenzer sind dabei auf eine Eigenheit Stolz: Sie wechseln das Personal auf dem Drehteller. Denn neben der Weihnachtsvariante gibt es eine Winterlandschaft-Variante für die Tage nach Weihnachten. Und zudem warten bereits die Osterhasen auf ihren Einsatz, denn die drehen sich dann an wärmer werdenden Tagen im Sonnenlicht.